Dienstag, 07.02.2012
21.11.2008
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VW-Machtkampf

Porsche und Betriebsrat auf Kompromisskurs

Im Streit um den Einfluss von Großaktionär Porsche im VW-Konzern sind der Sportwagenbauer und der VW-Betriebsrat in einer wichtigen Frage auf Kompromisskurs gegangen. Dabei geht es um Geschäfte zwischen den einzelnen Konzernmarken und Porsche. Die Arbeitsweise von zwei Aufsichtsratsausschüssen, die sich damit befassen, soll "optimiert" werden. Darauf verständigte sich das VW-Kontrollgremium am Freitag in Wolfsburg, wie der Autobauer mitteilte. Porsche wollte zuvor einen in der vorigen Aufsichtsratssitzung eingerichteten Ausschuss wieder abschaffen, wonach Geschäfte zwischen Porsche und den VW-Konzernmarken nur mit Zustimmung des VW-Aufsichtsrates geschlossen werden dürfen. Ein Antrag auf Streichung dieses Gremiums wurde in der Sitzung am Freitag aber nicht gestellt. Stattdessen wollen VW-Chef Martin Winterkorn und Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch nun bis Februar ausloten, wie beide Ausschüsse miteinander verbunden werden können. Zum Thema Geschäfte zwischen Porsche und VW gibt es schon einen Aufsichtsratsausschuss, der die Geschäftsbeziehungen aber erst im Nachhinein kontrollieren kann. Die Entscheidung bei der Sitzung des Aufsichtsrats im September hatte für einen Eklat gesorgt, nachdem sich Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch der Stimme enthalten und damit dem Antrag der Arbeitnehmerseite auf Einrichtung des Ausschusses zum Erfolg verholfen hatte. Porsche-Miteigentümer Piëch war damit Porsche in den Rücken gefallen. Der VW-Betriebsrat befürchtet, dass Porsche wegen möglicher Überschneidungen zu viel Einfluss auf die Modellpolitik etwa bei der VW-Tochter Audi nehmen könnte. Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche hatte sich fassungslos über das Abstimmungsverhalten seines Cousins Piëch in der September-Sitzung geäußert. Später hatten Piëch und Porsche den Konflikt nach eigener Darstellung beigelegt. Porsche hatte gesagt, Piëch wolle in der November-VW-Aufsichtsratssitzung die Auflösung des umstrittenen Ausschusse beantragen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Kein Riesen-Dissens" – Drei-Jahres-Planung gilt unverändert

 
 

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