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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verhandelt intensiv mit der staatlichen Qatar Investment Authority (QIA) über einen Einstieg bei Porsche.
Beteiligung
Porsche verhandelt mit Katar
Der Einstieg des Golfstaats Katar beim hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche rückt immer näher. "Es gibt konkrete Verhandlungen mit Katar", sagte ein Porsche-Sprecher am Dienstag in Stuttgart. "Und wir sprechen nur mit Katar." Die Verhandlungen liefen in guter Atmosphäre. Es gebe aber noch keine Zusage. In welcher Form sich der potenzielle Investor an Porsche beteiligen werde, sei ebenfalls noch nicht geklärt. Spekuliert wird, dass sich der staatlichen Qatar Investment Authority (QIA) rund ein Viertel der Anteile an den Stuttgartern sichert. Durch die Beteiligung könnte sich Porsche seines Schuldenbergs entledigen und seine Position im Übernahmekampf mit Volkswagen stärken, berichtete die "Financial Times" (Dienstag). Bislang lag dem Vernehmen nach eine mündliche Hilfszusage von Katar vor. Die Verhandlungen zwischen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der staatlichen Qatar Investment Authority (QIA) seien fortgeschritten, sagten mit der Situation vertraute Personen dem Blatt. Derzeit prüften die potenziellen Geldgeber die Bücher des Sportwagenbauers. Zum Abschluss könne es in den nächsten Wochen kommen. Der Einstieg Katars könnte im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung von bis zu 4,5 Milliarden Euro erfolgen, hieß es weiter. Einen Teil davon würden die Porsche-Eignerfamilien Porsche und Piëch stemmen. Der Golfstaat Katar gehört dank seiner großen Öl- und Gasvorkommen zu den reichsten Ländern der Welt. Über den Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) ist das islamische Land auf verschiedenen Märkten vertreten. So investiert der Fonds nicht nur in die einheimische Infrastruktur und Wirtschaft, sondern hält auch Anteile etwa an der Schweizer Großbank Credit Suisse oder der britischen Barclays Bank. Der Fonds soll mehr als 50 Milliarden Dollar verwalten. Das kleine Land Katar will sich zu einem großen internationalen Finanzzentrum entwickeln. Der 2005 gegründete Fonds soll die Wirtschaft des Landes stärken und die Einnahmen aus den Rohstoffvorkommen ergänzen und vermehren. Inzwischen gilt er als eine der kapitalstärksten Investmentgesellschaften im Nahen Osten. Vorsitzender des QIA ist der stellvertretende Emir und Kronprinz Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, Firmenchef der Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani. Die Zentrale sitzt in der Hauptstadt Doha. (dpa)
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(Foto: Sascha Schürmann/ddp)
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