Samstag, 26.05.2012
29.06.2009
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Machtspiele

Porsche weist VW-Rettungsangebot zurück

Porsche hat im erbitterten Machtkampf mit VW einem Vorschlag der Wolfsburger für die gemeinsame Zukunft der Autobauer eine Absage erteilt. Ein Teilverkauf des Porsche-Autogeschäfts an Europas größten Autobauer sei "nicht umsetzbar", sagte ein Firmensprecher am Montag in Stuttgart. "Es ist für uns kein gangbarer Weg 49,9 Prozent der Porsche AG an VW zu verkaufen." Porsche könne auf das Angebot gar nicht eingehen, weil dann sofort ein Kredit über 10,75 Milliarden Euro fällig werde, den das Unternehmen sich gesichert habe. Dies sei in dem Kreditvertrag mit dem Bankenkonsortium vorgesehen. Der VW-Vorstand habe Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche in der vergangenen Woche per Kurier das Angebot geschickt, sagte der Sprecher. An Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sei es jedoch nicht gegangen. "Ohne den Vorstand läuft hier nichts", sagte der Sprecher. VW war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" würde VW für den Anteil drei bis vier Milliarden Euro bezahlen. In einem nächsten Schritt würde dem Bericht zufolge das Emirat Katar VW-Aktienoptionen übernehmen, die von der Porsche Holding gehalten werden. Zum Schluss müssten die Unternehmen Porsche und VW fusionieren. Dabei könnten die Familien Porsche und Piëch dem Bericht zufolge an einem Automobilkonzern VW/Porsche mehr als 40 Prozent der Aktien halten, Niedersachsen 20, Katar rund 15 und ein weiterer Staatsfonds fünf Prozent. Porsche ist wegen der Mehrheitsübernahme von Europas größtem Autobauer mit rund neun Milliarden Euro verschuldet und sucht händeringend nach neuen Geldquellen. Seit Monaten verhandelt Porsche mit Banken über einen Kredit von insgesamt 12,5 Milliarden Euro. Nach Banken-Zusagen für insgesamt 10,75 Milliarden Euro hatte Porsche die noch fehlenden 1,75 Milliarden Euro komplett bei der Förderbank KfW beantragt. Hoffnung auf Investor Bei den Anstrengungen zur Reduzierung der drückenden Schuldenlast ruhen die Hoffnungen der Stuttgarter weiterhin auf Katar, mit dem der Porsche-Vorstand bereits seit längerem über einen Einstieg verhandelt. Die Gespräche liefen weiter, sagte der Porsche-Sprecher.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Katar drückt aufs Tempo

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

30. Juni 2009 09:36
lauiman meint:
Irgendwie interessant, die Porsche Story......
Ein Musterbeispiel wie vollkommem überbezahlte Manager in kürzester Zeit aufgrund Größenwahns und Zockerei vom Helden zum Deppen werden.

Wird spannend werden, wie diese Story ausgeht.


30. Juni 2009 09:20
Marketingmanager meint:
Wenn es ein Unternehmen schafft, seine Produkte ca. 20.000 Euro teuerer zu verkaufen, als vergleichbare Mitbewerber, dann braucht es keine Staatshilfe. Die Herausforderungen, oder soll ich sagen "Probleme" sind hausgemacht.

Das Luxussegment ist in den letzten Jahren extrem gewachsen. Auch Aston Martin, Lamborgini und Maserati haben heute mit Rückgängen zu leben. Sieht man sich aber mal die Verkaufs- und Produktionszahlen vor 10 oder zwanzig Jahren an, dann ist das wirklich ein Jammern auf sehr hohem Niveau. Sportliche Grüße!


29. Juni 2009 14:21
Heinz Kretschmer meint:
...setzen wir mal auf den Einstieg
des Emirates,und nicht auf die
Profilneurosen des Hr.P....!

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