Mittwoch, 22.02.2012
27.01.2012
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AUTOHAUS-Interview

Porsche will in jedem Segment den Sportwagen anbieten

Zwei Drittel der Porsche-Händler müssen in den nächsten Jahren erheblich investieren, um den Wachstumsplänen der Marke gerecht zu werden. AUTOHAUS-Redakteurin Doris Plate sprach mit Porsche Deutschland-Geschäftsführer Klaus Zellmer.

AUTOHAUS: 2011 hat Porsche in Deutschland gut verkauft. Mit wie vielen Einheiten rechnen Sie 2012?

Klaus Zellmer: Wir haben im vergangenen Jahr 14.959 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, das sind 13 Prozent mehr als in 2010. In 2012 sind wir mit den neuen 911er Coupés und Cabriolets am Start, zudem kommt der neue Boxster im April in die Porsche Zentren. Beim Cayenne können wir Nachholbedarf bedienen, weil wir die Produktionskapazität erhöht haben. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir ein sehr gutes Jahr 2012 schreiben können. Eine konkrete Zahl werde ich Ihnen nicht nennen. Unser Ziel ist aber, die Verkäufe von 2011 zu übertreffen.

Bis 2018 will Ihre Marke jedes Jahr weltweit mindestens 200.000 Autos verkaufen. Wie sieht der Wachstumsplan für Deutschland aus?

Die 200.000 Fahrzeuge sind das Ergebnis von Produktmaßnahmen und der weiteren Professionalisierung unserer Handelsorganisation – besonders in den Wachstumsmärkten, wie zum Beispiel den BRIC-Staaten. In Deutschland sind wir dagegen im Verdrängungswettbewerb. Unser Wachstum funktioniert nur, wenn wir neue Kunden für die Marke – auch von unseren Mitbewerbern – gewinnen. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir in Deutschland mit dem kompakten sportlichen Geländewagen, der den Arbeitstitel "Cajun" trägt, ab 2013 ähnliche Verkaufszahlen realisieren können wie mit dem Cayenne. Wenn noch weitere Modelle hinzukommen, werden wir auch weitere Verkäufe erzielen können. Grundsätzlich wollen wir in jedem Segment, das wir erschließen, den Sportwagen anbieten. Das Ergebnis sehen Sie am Geländewagen Cayenne und der Limousine Panamera, die heute das sportlichste Fahrzeug ihres Segments sind.

Welche Änderungen müssen im deutschen Händlernetz vorgenommen werden, um diese Ziele zu erreichen?

Wir schauen uns an, ob wir in Deutschland so präsent sind, dass wir unsere Marktpotenziale ausschöpfen können. Damit meine ich in erster Linie die Anzahl und Lage der Verkaufsstellen. In 2013/14 werden deshalb bis zu fünf neue Standorte eröffnet. Die Gespräche dazu werden derzeit mit den jeweiligen Marktverantwortlichen geführt. Weiterhin analysieren wir gemeinsam mit unseren Händlern, ob Größe und Ausstattung der Betriebe für den weiteren Wachstumspfad ausreichend sind.

Was bedeutet das für den einzelnen Händler? Mit welchen Investitionen muss durchschnittlich gerechnet werden?

Zwei Drittel der Händler werden in den nächsten zwei Jahren erheblich in unseren gemeinsamen Wachstumspfad investieren. Die Höhe der erforderlichen Investitionen liegt dabei im Schnitt bei über einer Million Euro pro Handelsbetrieb – sie ist jedoch händlerindividuell sehr unterschiedlich. Unsere Ergebnisplanungen zeigen dabei klar, dass sich die Ausgaben für die Händler rechnen werden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Händler-Umsatzrendite soll 2012 steigen

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

28. Januar 2012 13:00
Tim Sommer meint:
"Die Höhe der erforderlichen Investitionen liegt dabei im Schnitt bei über einer Million Euro pro Handelsbetrieb – sie ist jedoch händlerindividuell sehr unterschiedlich. Unsere Ergebnisplanungen zeigen dabei klar, dass sich die Ausgaben für die Händler rechnen werden."

Da kann man für die betroffenen Händler nur hoffen, dass die Ergebnisplanungen in diesem Fall zutreffen!

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