Samstag, 26.05.2012
03.06.2009
Share |
Finanzierungslücke

Porsche will KfW-Kredit

Porsche will seine Milliarden-Finanzierungslücke mit einem Kredit der staatseigenen KfW-Bank schließen. Der Sportwagenbauer werde einen Kreditantrag über 1,75 Milliarden Euro stellen, sagte ein Porsche-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Bisher sei dieser noch nicht eingereicht worden. Nach dpa-Informationen will Finanzchef Holger Härter den Antrag am Donnerstag dem Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau vorlegen. Die hoch verschuldete Sportwagenschmiede hat sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben und kämpft mit einem Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro. Seit Monaten sucht Porsche nach neuen Geldgebern. Bereits am Montag könnte die Porsche-Anfrage auf der Tagesordnung des Lenkungsausschusses des Deutschlandfonds stehen, sagte der Chef der baden-württembergischen SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel. Das Gremium ist für endgültige Entscheidungen über Kreditanträge in dieser Größenordnung zuständig. Nach dpa-Informationen will der Lenkungsausschuss bis spätestens 17. Juni entschieden haben, denn an diesem Tag will sich dem Vernehmen nach auch der Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Thema Porsche befassen. Die Bundesregierung wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Ein Porsche-Sprecher sagte, er gehe davon aus, dass "zeitnah" über den Kreditantrag entschieden werde. Das geplante Treffen von Härter mit der KfW wurde von Porsche zunächst nicht bestätigt. Porsche hatte mit zahlreichen Banken über Kredite von insgesamt 12,5 Milliarden Euro verhandelt. Ende März sicherte sich das Unternehmen in letzter Minute einen Kredit in Höhe von zehn Milliarden Euro, der einen früheren Kredit in gleicher Höhe ablöste. Diesen hatte Porsche auch zur Aufstockung seiner VW-Anteile auf mehr als 50 Prozent genutzt. Die Kreditlinie bei einem Konsortium aus 15 Banken besteht aus zwei Tranchen. Der größere Brocken von 6,7 Milliarden Euro läuft zunächst bis März 2010 und kann um ein Jahr verlängert werden. Die restlichen 3,3 Milliarden Euro laufen im März 2010 aus. Ende Mai bekam Porsche zudem von der Bank of Tokyo die Zusage für 750 Millionen Euro. Bei den noch fehlenden 1,75 Milliarden Euro setzen die Stuttgarter auf die KfW. Aber auch Gespräche mit anderen Banken liefen weiter, sagte der Sprecher. Das Geld braucht der Hersteller vor allem zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gespräche mit Geldgebern – Wulff will Wiedeking und Härter an Bord halten

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Juni 2009 15:21
Marketingmanager meint:
Gott sei Dank sind dieses Jahr Wahlen...da wird es die ein oder andere Überraschung geben. Die Wirtschaft ist selber gefordert, ihre Herausforderungen ohne Subventionen und Politikeinfluss zu lösen. Vom Imageschaden für Porsche gar nicht zu reden.
Wiedeking und Härter haben sicherlich nicht eigenmächtig gehandelt, sondern in Übereinstimmung von Piech und Porsche-Clan. Sie werden ihre VW-Aktien wieder verkaufen, und sich aufs Autobauen konzentrieren müssen. Vielleicht ist Herr Reitzle in dieser Situation der richtige Mann...


05. Juni 2009 13:25
Sven meint:
nur kurz zur Klarstellung - die Porsche Anteilseigner/Aktionäre erhielten nur eine Dividende von 70Cent entspricht einer Rendite von 1,28%. Im Jahr 09 könnte die Rendite "wohl" 2,33% betragen (kursverluste nicht berücksichtigt (wir sind bei 47Euro und kommen von 120Euro ;) ).

Ihr Geld bringt bei der DiBa oder anderen Haien noch viel mehr Rendite

Also nochmal konkret: die Millionengewinne sind wohl noch immer da, wo sie hin gehören - im Unternehmen oder besser: in den Büchern!!! Einige Euros werden wohl auch nie real irgendwo kursieren können, da sie auch aus Beteiligungsbewertungen entstanden sind. Begibt sich der Wert der Beteiligung ins Nirvana, finden wir auch dort die Euronen ;)


04. Juni 2009 22:29
WPO meint:
...hm,mal ganz naiv gefragt : " Wo sind denn die Millionengewinne aus der Börsenzockerei mit VW Aktien ????? " ...und warum trennt man sich nicht einfach von einem Teil der VW Aktien.....????????

Wenn der Urheber der Zockerei,Herr "Wiedeking" von seinem geschätzten Anteil von ca. 70 Millionen schon mal 50 Millionen in das Unternehmen zurück fliessen lassen würde,wäre er trotzdem noch kein Fall für das Amt für Grundsicherung,(früher Sozialamt),allerdings stünde er nicht unbedingt mehr im Focus aller Kritik.Auch wenn es fragwürdig ist,ob ein Verdinst in dieser Höhe zu rechtfertigen ist,so dürfen seine Verdienste um Porsche nicht vergessen werden.Ohne ihn gäbe es Porsche mit Sicherheit seit einigen Jahren nicht mehr.

9 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1 | 2 | 3

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr