Samstag, 26.05.2012
13.07.2009
Share |
Katar-Offerte

Porsche will mit Petrodollars gesunden

Milliardenschweres Angebot aus dem Wüstenstaat: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und das reiche Katar haben sich nach Bankenkreisen über eine dringend notwendige Kapitalspritze geeinigt. Das Emirat bietet insgesamt rund sieben Milliarden Euro für den Kauf von Stammaktien und VW-Optionen der Porsche Holding SE. "Die Summe würde das Unternehmen nahezu entschulden", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag. Der Deal wäre "ein Befreiungsschlag für Porsche" und könnte dem mit neun Milliarden Euro hochverschuldeten Sportwagenbauer aus der Bedrängnis helfen. Das Angebot aus Katar sei mit Porsche-Chef Wiedeking "endverhandelt". Der Machtkampf mit VW tobt indes weiter: Der Autobauer soll sein Angebot für die Übernahme von 49,9 Prozent an Porsche verbessert haben. Der Sportwagenbauer hatte sich bei der Mehrheitsübernahme von VW tief verschuldet und sucht seit Wochen intensiv nach Geldquellen. Die Entscheidung über die Zukunft von Porsche fällt aber voraussichtlich erst am 23. Juli auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des Sportwagenbauers. Neben dem Angebot vom Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) soll auf der Tagesordnung auch der mögliche Verkauf von knapp der Hälfte der Porsche AG an Volkswagen stehen. Am Sonntag trafen sich die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch erneut zu Gesprächen in Salzburg, um die komplizierte Sachlage zu erörtern. Dies verlautete aus Insiderkreisen. Ein Porsche-Sprecher wollte dies nicht bestätigen. Im Umfeld hieß es aber, dass ein Endergebnis zur Zukunft von Porsche am Sonntag nicht zu erwarten sei. Es werde nichts bekanntgegeben. Katar liebäugelt mit rund 25 Prozent Seit Monaten tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen Porsche und VW. Wiedekings Widersacher VW-Patriarch Ferdinand Piëch will Porsche in einen Gesamtkonzern integrieren. Der Porsche-Chef gilt dagegen als Gegner eines Teilverkaufs des Autogeschäftes an VW und befürwortet stark den Katar-Einstieg. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" will Katar mit den insgesamt gebotenen sieben Milliarden Euro knapp über 25 Prozent an der Porsche Automobil Holding SE erwerben und zudem VW-Aktienoptionen übernehmen, die Porsche bislang hält.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VW bessert nach – Legale Steuerschlupflöcher

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr