Freitag, 25.05.2012
02.03.2010
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Kfz-Gewerbe NRW

Preispakete drücken Stundenverrechnungssatz

Der offizielle Stundenverrechnungssatz im Kfz-Service hat sich 2009 in Nordrhein-Westfalen reduziert. Nach Angaben des Kfz-Gewerbes NRW fiel der Preis für die Werkstattstunde im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 76,34 Euro. Die "reale Servicewelt" sehe so aus, dass die Unternehmer mit Paketpreisen für alters- und zielgruppengerechte Fahrzeuge in den Markt gehen müssten, damit die Autofahrer nicht noch weiter an Reparatur und Wartung ihrer Pkw sparen, erklärte Verbandschef Ernst-Robert Nouvertné am Montag in Düsseldorf. Dennoch bleibt der Service ein sicheres Standbein für der Branche. Der Werkstattumsatz im bevölkerungsreichsten Bundesland legte laut Verband leicht um 0,2 Prozent auf rund sechs Milliarden Euro zu. Im Neuwagenbereich elektrisierte die Umweltprämie 2009 die Menschen an Rhein und Ruhr besonders. Laut Nouvertné kamen in Nordrhein-Westfalen 745.980 fabrikneue Pkw auf die Straße – 26,7 Prozent mehr als 2008. "In NRW sind mehr neue Autos über die Umweltprämie gefördert worden als in den übrigen Bundesländern", betonte er. Etwa 380.000 geförderte Pkw entsprächen rund der Hälfte aller nordrhein-westfälischen Pkw-Neuzulassungen. Auf der Überholspur habe sich im vergangenen Jahr auch das GW-Geschäft über den Neuwagenhandel befunden. Das erzielte Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro begründete der Präsident mit einer aktuellen Zwischenbilanz des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Darin wies die Behörde insgesamt 1,3 Millionen geförderte Fahrzeuge aus, von denen rund 70 Prozent Neu- und 30 Prozent Jahreswagen gewesen seien. Dagegen gehörten die reinen Gebrauchtwagenhändler – wie die freien Werkstätten – zu den Verlierern der Abwrackprämie: Diese Betriebe mussten ein Umsatzminus von 4,6 Prozent (2008 plus 13,4 Prozent) verkraften. Weniger Beschäftigte, mehr Betriebe Trotz der Erfolgszahlen habe die konjunkturell schwierige Wirtschaftslage deutliche Bremsspuren in der Branche hinterlassen, sagte Nouvertné. Immer mehr familiengeführte Handelsbetriebe seien zur Aufgabe der Selbständigkeit gezwungen worden. Dies habe auch 2009 zu einem Rückgang von 1,3 Prozent bei den Beschäftigten geführt. Den Angaben zufolge waren im vergangenen Jahr in den nordrhein-westfälischen Kfz-Betrieben rund 76.500 Beschäftigte in Betriebsstätten tätig. Aufgegeben haben laut dem Händlervertreter 725 Branchenunternehmen – dem standen allerdings 774 neue Kfz-Eintragungen in die Handwerksrolle gegenüber. (dp/rp)

 
 
 
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