Nach dem jüngsten Verkaufserfolg der Mercedes Car Group haben auch die deutschen Premium-Mitbewerber BMW und Audi im Januar zugelegt. Zwar verloren die BMW-Auslieferungen zum Start ins neue Jahr an Schwung, lagen aber mit 94.276 verkauften Autos um 0,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Zur Begründung verwiesen die Münchner auf die Modellzyklen und die Mehrwertsteuer-Erhöhung in Deutschland. Dagegen hat die VW-Tochter Audi ihr hohes Wachstumstempo trotz eines Absatzeinbruchs auf dem Heimatmarkt nahezu gehalten. Die Marke BMW konnte im Januar nur um drei Prozent auf 80.629 Auslieferungen zulegen. Im Jahresverlauf werde das Absatzwachstum aber an Dynamik gewinnen, betonte Vertriebs-Vorstand Michael Ganal am Mittwoch in München. So sei der neue X5 noch nicht auf allen Märkten verfügbar. Zudem kommen im März das neue 3er-Cabrio sowie die überarbeiteten Modelle der 5er- und der 1er-Reihe auf den Markt. Die Ziele für das Gesamtjahr sieht der weiß-blaue Autobauer nicht in Gefahr. "Wir haben uns für 2007 wieder viel vorgenommen – angestrebt werden neue Absatzrekorde bei allen drei Marken", sagte Ganal. Im vergangenen Jahr war der Konzernabsatz um 3,5 Prozent auf knapp 1,4 Mio. Fahrzeuge gestiegen. In Deutschland verzeichnete die Kernmarke im Januar ein dickes Minus von 13 Prozent auf 16.387 verkaufte Autos. Ein Sprecher verwies auf Vorzieheffekte wegen der Mehrwertsteuer-Erhöhung. Da der neue Mini in Deutschland gerade eingeführt ist, fiel der Absatzrückgang der Gruppe im Inland mit knapp elf Prozent auf 18.150 Verkäufe etwas milder aus. Weltweit ging der Mini-Absatz aber um zwölf Prozent auf 13.622 Verkäufe zurück. Vom Luxuswagen Rolls-Royce Phantom wurden 25 Stück ausgeliefert. Das waren fünf Fahrzeuge weniger als im Januar 2005. Auch Audi hat die Mehrwertsteuer-Erhöhung in Deutschland zu spüren bekommen: Der Absatz brach hierzulande um fast 14 Prozent auf 14.044 Auslieferungen ein. Viele Privatkunden hätten ihren Autokauf auf Ende 2006 vorgezogen, sagte ein Audi-Sprecher. Daher sei klar gewesen, dass man in Deutschland im ersten Quartal das hohe Niveau des Vorjahres nicht werde halten können. Bester Januar für Audi Weltweit sei die Zahl der Auslieferungen im Januar um acht Prozent auf 75.150 verkaufte Autos gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Dies sei der bisher beste Januar-Wert. Wichtigster Auslandsmarkt ist derzeit Großbritannien, wo die VW-Tochter um 15 Prozent auf rund 9.000 verkaufte Autos zulegte. Auf dem zweiten Platz folgt China mit knapp 8.500 Einheiten (plus 32,5 Prozent). In den USA wuchs der Ingolstädter Autobauer dagegen nur unterdurchschnittlich um gut fünf Prozent auf knapp 6.400 Auslieferungen. Angetrieben wurde das weltweite Wachstum vom Q7 und dem neuen TT, zyklusbedingte Rückgänge gab es indes vor allem beim A4. (dpa/rp)
Premium verkauft sich weiter gut
Leichtes Verkaufsplus für BMW im Januar / Audi macht Boden gut