Die privaten Autokäufer haben offensichtlich den Mehrwertsteuer-Schock überwunden und steuern wieder verstärkt die Showrooms an. Nach Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamts lag die Zahl der privaten Neuzulassungen im April mit 128.565 um 24,6 Prozent über dem bekanntlich schwachen Niveau des Vorjahresmonats. Zwischen Januar und April 2008 wurden 413.795 neue Autos auf private Halter zugelassen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 351.997. Damit wurde der starke Nachfrageeinbruch 2007 von rund 100.000 Fahrzeugen erst teilweise ausgeglichen. Positive Zahlen wiesen im Berichtsmonat auch die gewerblichen Marktsegmente aus: Im Flottenbereich (ohne Vermietfahrzeuge) kamen 95.020 Pkw neu auf die Straße. Das waren 24,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf den Handel entfielen 57.795 Neuanmeldungen (plus 11,4 Prozent). Die Zahl der Herstellerzulassungen erhöhte sich stark um über 40 Prozent auf 30.340. Autovermieter meldeten 32.932 Fahrzeuge neu an, ein Zuwachs von 7,4 Prozent. Wie bereits berichtet, wuchs der deutsche Automarkt im April kräftig um 20 Prozent auf 317.960 Einheiten. Die Herstellerverbände machten die bessere Lage am Arbeitsmarkt, das aufgehellte Konsumklima sowie neue klimafreundliche Modelle für das Wachstum verantwortlich. Dieses war auch durch drei zusätzliche Arbeitstage nach oben verzerrt. Doch auch unter dem Strich blieb ein Plus übrig. Kumuliert schlägt für 2008 ein Zuwachs von 7,3 Prozent auf 1.053.874 Autos zu Buche. (rp)
NW-Bilanz: Privatmarkt weiter vital
Die privaten Autokäufer haben offensichtlich den Mehrwertsteuer-Schock überwunden und steuern wieder verstärkt die Showrooms an. Laut KBA entschieden sich im April über 128.000 Privatleute für einen Neuwagen – ein Viertel mehr als im Vorjahr.