7-Tage-Rückblick
WEITERE AKTUELLE NACHRICHTEN
Werden in der Podiumsdiskussion für Zündstoff sorgen: (obere Reihe v. l.) Peter Börner (Eurogarant/ZKF), Klaus-Jürgen Heitmann (HUK-Coburg), Christian Hoog (BVdP); (untere Reihe v. l.) Hans Medele (ZDK), Dr. Klaus Weichtmann (ZKF), Matthew Whittall (Innovation Group). Unterstützt werden sie von (ohne Fotos): RA Bernd Matthias Höke (Kanzlei Voigt), Robert Paintinger (BVdP) und Thomas Wagner (Autohaus-Gruppe Falter).
6. AUTOHAUS-Schadenforum
Pro & Contra Schadensteuerung
Die thematische Problemstellung für die am 25. Oktober im Rahmen des 6. AUTOHAUS-Schadenforums stattfindende Podiumsdiskussion ist so reichhaltig und gleichermaßen divergent wie nie zuvor. Denn: Für K&L Reparaturbetriebe gibt es aufgrund des sich nochmals verschärfenden Kurses im Schadenmanagement und in der Schadensteuerung beileibe keine "Good News".
Grund genug für die AUTOHAUS-Akademie sowie AH-Herausgeber Prof. Hannes Brachat und AH-Schadenmedien-Chefredakteur Walter K. Pfauntsch (beide werden erneut den Kongress in Potsdam auch moderieren), diese Brandthemen "offiziell" auf dem bevorstehenden 6. AUTOHAUS-Schadenforum am 25. und 26. Oktober in Potsdam aufzugreifen. Insgesamt neun hochrangige Repräsentanten aus den Bereichen Assekuranz, Schadensteuerung, aus den wichtigsten Berufsverbänden, Unternehmer aus markengebundenen Autohäusern und freien K&L Fachbetrieben sowie der Anwaltschaft werden das Für und Wider im aktuellen Schadenmarkt diskutieren und sich abschließend den kritischen Fragen der inzwischen über 400 Teilnehmer dieses Top-Kongresses stellen.
Schadenmanagement wird sich weiter verschärfen
Zum Hintergrund der Podiumsdiskussion steht derzeit folgende Ausgangslage als Ist-Situation: Die deutschen Versicherer erwarten auch 2010 wieder einen Milliardenverlust in der Autoversicherung. Der Druck auf das Schadenmanagement wird weiter zunehmen - und das sogar europa- und weltweit. Das war beispielsweise eine der Kardinalaussagen von Versicherungsexperten, die sich vor kurzem auf dem XV. Internationalen Fachkongress des größten Euromed-Schadenregulierers AVUS in Wien mit der Zukunft der Kfz-Assekuranz im Erst- und Rückversicherungsgeschäft gemeinsam mit Teilnehmern aus fast 60 Ländern der Erde auseinander gesetzt hatten.
BGH-Restwerturteil und Betrug aus Sicht des führenden Auslandsschaden-Regulierers
AUTOHAUS-Schaden§manager war auf dieser Tagung mit dabei und hat alle wichtigen Ergebnisse im AUTOHAUS-Jahresdossier KFZ-ASSEKURANZ auch zusammengetragen, das in Potsdam druckfrisch jeder Teilnehmer zusätzlich zu seinen Tagungsunterlagen überreicht bekommt. Zudem wird AVUS-Präsident KR Dr. Dieter Pscheidl persönlich auf dem 6. AUTOHAUS-Schadenforum sein und dort auch einen sicher viel beachteten Vortrag halten, wo er sich u.a. mit der neuen BGH-Rechtsprechung zu Restwertbörsen und zur diffizilen Problematik von Betrugsfällen durch Versicherungsnehmer, Geschädigte, aber auch durch Versicherer befassen wird. Pscheidls Unternehmen AVUS gilt als unangefochtene Nummer Eins für internationale Schadenregulierungen in Euromed.
Wie nie zuvor wurde 2010 in Deutschland über die betriebswirtschaftlich richtige Höhe des Stundenverrechnungssatzes in der Unfallreparatur gestritten. Ausuferungen in beide Richtungen treten immer häufiger zutage, Schadensteuerung gilt als geliebt und verachtet zugleich, die Meinungen im Markt gehen insgesamt extrem auseinander.
"80 Euro muss heute das absolute Minimum sein!"
ZDK-Bundesinnungsmeister und -Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk. ZKF-Hauptgeschäftsführer Dr. Klaus Weichtmann und Eurogarant-Vorstand Peter Börner, der auch als designierter neuer ZKF-Präsident ab Frühsommer 2011 gilt, machten auf dem Automechanika-Schadenforum im September deutlich, dass angesichts von notwendigem Werkstatt-Equipment, Schulungen und neuen Pauschalen für technische Informationen 80 Euro die absolut unterste Stufe für den Stundenverrechnungssatz sein muss, wenn man als K&L Betrieb künftig noch eine Zukunft haben möchte.
Mit Blick auf das Jahr 2011 und unter Einbeziehung der von Hülsdonk aufgezeigten Informations-Leihpauschalen errechnete AH-Schadenmedienchef Walter K. Pfauntsch, der die Veranstaltung in Frankfurt moderiert und im Laufe der Veranstaltung auch mit den Sätzen eines deutschen Fahrzeugherstellers einen "Live-Vergleich" gezogen hatte, dass im Grunde die Forderung "85 Euro" heißen müsste. Was noch rund zehn Euro unter dem "durchschnittlichen deutschen Stundenverrechnungssatz über alle Betriebe" (bei Karosseriearbeiten) der befragten Handelsorganisation läge, aber gleichzeitig auch sehr weit weg wäre von den 168 Euro, die AUTOHAUS bei dieser Marke auch von einer Vorzeigebetriebsstätte in Süddeutschland kennt. Von einem Kölner Händler einer wiederum anderen Marke sind indes sogar 185 Euro bekannt.
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(Foto: Presse + PR Pfauntsch)
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