Samstag, 26.05.2012
18.02.2010
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Lead Management

Probefahrtanfragen landen häufig im Online-Nirwana

Die europäische Autoindustrie hat laut einer aktuellen Studie nach wie vor große Defizite beim Lead Management. Nahezu die Hälfte aller Anfragen nach Infomaterial und Probefahrten im Internet bleibe unbeantwortet, berichtete die Managementberatung Bearing-Point auf Basis einer Untersuchung von 19 Autoherstellern. Demnach mussten die Interessenten in 48 Prozent aller Fälle länger als sieben Tage auf die Zusendung der Materialien warten. Noch bedenklicher fällt das Ergebnis bei den angefragten Probefahrten aus: Den Angaben zufolge hatten 63 Prozent der Tester nach vier Tagen noch keine Antwort. 42 Prozent blieben selbst nach Abschluss des 14-tägigen Untersuchungszeitraums unerwidert. Das Unternehmen untersuchte im vergangenen November Hersteller in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Russland und Spanien. Auf den Internetseiten der Automarken wurden in insgesamt 2.500 Stichproben Infomaterialien und Probefahrten angefordert. "Wenn Anfragen in den Lead-Management-Systemen zwar weitergegeben, aber im weiteren Prozessverlauf nicht konsequent bearbeitet werden, gehen mögliche Kunden verloren", bilanzierte Bearing-Point-Autoexperte Anton Weig. Keine Marke habe in allen Märkten überzeugt. Premium-Marken hätten im Neukundenkontakt nicht besser abgeschnitten als Volumenmarken, teilweise sogar eher schlechter, hieß es. Den deutschen Herstellern stellt die Studie immerhin ein passables Zeugnis im europäischen Vergleich: Fast die Hälfte (47 Prozent) der heimischen Anbieter reagierten innerhalb von vier Tagen auf eine Anfrage für eine Probefahrt. Damit rangierten sie hinter Großbritannien auf Platz zwei. (rp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

28. April 2010 11:27
Dieter Rieger meint:
Ich empfinde die Kommentare schon ein wenig schizophren:
Einerseits beklagt sich die Mehrheit über Schnorrer-Anfragen ohne Kaufabsicht, andererseits fordern die Händler von den Automobil-Herstellern die Übermittlung solcher Anfragen vehement ein. Dann seid doch bitte so konsequent und gebt den Herstellern die Erlaubnis, Probefahrtanfragen durch die Niederlassungen unter Umgehung der Händler zu bearbeiten. Ich bin sicher, die Vertriebsgesellschaften können eine Vorqualifizierung und Filterung so kostengünstig durchführen, dass es sich lohnt, die Spreu vom Weizen zu trennen ...

wie man auch offensiv mit dem Thema Probefahrten umgehen kann, zeigt der Artikel unter:
http://www.autohaus.de/autohaus-stegelmann-fuehrt-1-500-probefahrten-durch-849268.html


23. Februar 2010 15:19
Kay Dümesnil meint:
Ist schon komisch: das Aldi-Prinzip hat eigentlich jeder verstanden. Begrenzte Artikelauswahl, einfache Präsentation, wenig Service = kleiner Preis. Warum glauben eigentlich so viele, daß das im Autohandel anders sein muß? Ich erkläre es gern einmal. Internet = kleiner Preis = Angebot suchen, kaufen oder lassen.
Wer den kompletten Service eines Autohauses, mit persöhnlicher Beratung und umfangreicher Probefahrt in Anspruch nehmen möchte, der darf ohne weiteres die Freundlichkeit besitzen, in demselben persöhnlich vorstellig zu werden.


19. Februar 2010 10:18
Jörg-Uwe Banach meint:
Jungs... macht ihr den Job erst seit gestern? Probefahrtschnorrer gab's schon immer! Wenn man sich eingehend mit dem Kunden beschäftigt, hat man schnell raus, ob der "nur mal das Cabrio am Wochenende" haben will oder gar "den Umzug mit dem Transportervorführwagen" durchzieht oder aber ob er echtes Interesse hat. Letztere differenziert man dann noch nach Probefahrttouristen/Internetkäufern und echten Vor-Ort-Kunden und dann ist die Probefahrt ein gutes Mittel zum Verkaufen.

Eine echte Probefahrt zeichnet sich nach meiner Erfahrung dadurch aus, dass der Kunde den Wagen wirklich nur testen will. Dazu reicht eine Fahrt von ein bis zwei Stunden völlig aus, meist reicht den Kunden schon die "Runde um den Block", bei Gewerbetreibenden darf es auch mal ein Ganztagszyklus sein. Mehr nicht. Wer über's Wochenende fahren will (oder unbedingt ein Auto mit Anhängekupplung will), macht sich schon des Schnorrens verdächtig...

... wem erzähle ich das? Hier sind doch alles gestandene Verkäufer, oder?

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