Frankreichs geplante Beihilfe zum Bau eines Drei-Liter-Autos von Peugeot-Citroën kommt auf den Prüfstand der EU-Kommission. Die Wettbewerbshüter der Brüsseler Behörde kündigten am Dienstag an, die staatliche Unterstützung zur Entwicklung eines Diesel-Hybrid-Fahrzeugs eingehend untersuchen zu wollen. Der Autokonzern und 16 Partnerunternehmen wollen ein Auto entwickeln, das weniger als 3,4 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Es soll pro Kilometer weniger als 90 Gramm Kohlendioxid ausstoßen. Der Staat will das 470 Mio. Euro teure Vorhaben mit Zu- und Vorschüssen von 96 Mio. Euro fördern. Andere Hersteller haben der Kommission zufolge ähnliche Projekte angekündigt. Die Kommission unterstütze die Entwicklung umweltfreundlicherer Fahrzeuge, sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "Wir müssen aber auch darauf achten, dass die Beihilfe nicht für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gezahlt wird, die Peugeot-Citroën ohnehin unternommen hätte oder von Konkurrenten möglicherweise ohne staatliche Unterstützung durchgeführt werden", erklärte Kroes. (dpa)
PSA: Brüssel überprüft Beihilfe für Drei-Liter-Auto
EU-Kommission nimmt geplante Förderung von 96 Millionen Euro unter die Lupe