Der mit Rabatten geführte Wettbewerb in Europa und die Verteuerung der Vorprodukte haben bei PSA Peugeot Citroën im vergangenen Jahr unerwartet kräftig auf die Gewinne gedrückt. Wie der größte französische Autohersteller am Mittwoch in Paris mitteilte, sank der Überschuss um 37,5 Prozent auf 1,03 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis fiel um gut ein Fünftel auf 1,94 Mrd. Euro. Dabei brach das operative Ergebnis im Autobereich sogar von mehr als 1,5 Mrd. auf 916 Mio. Euro ein. Der Auto-Umsatz sank um 170 Mio. auf 45,07 Mrd. Euro; der Gesamtumsatz kletterte leicht auf 56,27 Mrd. Euro. Während der Absatz der Marken Peugeot und Citroën um 0,4 Prozent auf 3,39 Mio. stieg, wurde die Produktion von 3,41 auf 3,37 Mio. heruntergefahren, um Lagerbestände abzubauen. Der Marktanteil in 18 Staaten West- und Mitteleuropas fiel von 14,6 auf 14,3 Prozent. Nach einem schwachen Jahr 2005 will PSA im neuen Jahr mit neuen Modellen durchstarten. Der Markt in Westeuropa bleibe zwar stabil und von Rabattkämpfen geprägt. Die Verjüngung der Modellpalette werde aber eine "neue Verkaufsoffensive und ein Volumenwachstum" ermöglichen, hieß es. In Deutschland konnte das Versprechen im ersten Verkaufsmonat bislang nur Citroën einlösen: Die Marke mit dem Doppelwinkel legte hierzulande um 17,6 Prozent zu, Peugeot aber weniger als der Markt nur um 3,4 Prozent. (ng/dpa)
PSA: Rabattdruck lässt Gewinne schmelzen
Operatives Ergebnis im Autobereich sinkt 2005 um fast 40 Prozent