Samstag, 26.05.2012
07.07.2009
Share |
Opel-Übernahme

Putin erwartet Magna-Zuschlag

Der Bieterkampf um den Einstieg bei Opel ist nach Einschätzung von IG-Metall-Chef Berthold Huber und dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin praktisch entschieden. "Ich habe keine Zweifel, dass Magna mit seinen russischen Partnern den Zuschlag erhält", sagte Huber am Dienstag der Deutschen Presse- Agentur dpa nach einem Gespräch mit dem Regierungschef. Darin sei er sich mit Putin einig. Unterdessen verstärkt der chinesische Autobauer BAIC mit einem neuen Angebot den Druck. Die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) zieht BAIC (Beijing Automotive Industry Corporation) laut einem Zeitungsbericht nun wieder verstärkt als Opel-Käufer in Erwägung. Beobachter schließen allerdings nicht aus, dass es GM bei dem Flirt mit den Chinesen vor allem darum geht, die Verhandlungsposition gegenüber Magna zu verbessern. Der österreichisch-kanadische Zulieferer verlangt unter anderem das Exklusivrecht für das GM- Russland-Geschäft mit der Marke Chevrolet. Das "Wall Street Journal" hatte am Montag unter Berufung auf einen Insider berichtet, dass das überarbeitete Angebot von BAIC ein Volumen von rund 660 Millionen Euro habe. Der chinesische Autobauer wolle mit 2,64 Milliarden Euro deutlich weniger staatliche Garantien als Magna mit 4,5 Milliarden. GM stehe einem möglichen Deal mit BAIC nun aufgeschlossener gegenüber. Nach Informationen der "Financial Times" will BAIC für umgerechnet 1,4 Milliarden Euro ein neues Werk in China bauen, wenn der Autobauer den Zuschlag erhält. Bis dahin wolle BAIC in China Opel-Autos aus europäischer Produktion verkaufen. Das belgische Werk in Antwerpen wollten die Chinesen schließen, schreibt die Zeitung. Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz hatte BAIC mehrfach entschieden abgelehnt. "Die wollen nur Technologie und haben überhaupt keine Erfahrung auf dem globalen Automarkt", hatte er vergangene Woche betont.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Opel New braucht russischen Markt"

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. Juli 2009 00:38
Das ist Bitter meint:
Nun soll man sich tatsächlich über das großzügige Angebot für Opel durch die Chinesen, vertreten durch die BAIC Industrie freuen ,wundern oder doch lieber mal ernsthaft hinterfragen, was für Intentionen hinter diesem Angebot stehen könnten?
Nüchtern betrachtet scheint hier jemand zu sein, der vom deutschen Steuerzahler weniger Geld haben möchte als ein anderer Bieter und dazu auch gleich noch kräftig investiert, also wo ist da das Problem.
Nun für Leute die Rechnen können ist offensichtlich schon einmal der Einsatz von 2,06 Milliarden EUR chinesische Investitions- und Kaufsumme, zu einer vom Staat gestellten
Staatsgarantie ,die natürlich nur im Notfall gezogen wird aber dann doch immerhin schon mal 580.000.-EUR als Zugabe einbringt, nicht schlecht für den Chinesischen Investor.
Dafür gibt es dann auch noch das ganze technische Know how des TEZ von Opel Dudenhofen mit seine ca.3.500 Ing. und der sonstigen Erfahrung im Automobilbau der letzten 110 Jahre mit dazu.
Nicht zu vergessen das ja der deutsche /europäische Steuerzahler ja auch so ganz nebenbei schon eine neue schöne Fabrik für neue Opelmodelle in China finanziert hat.
Ein bösartig denkender Mensch könnte man sein, wenn man den geschätzten chinesischen Investoren unterstellen würde, dass Sie nach getätigten Technologietransfer und Errichtung eigener chinesischer Produktionsanlagen, nicht in kürzester Zeit die hiesigen deutsch / europäischen Standorte schließen würde werden. Nein so was kann man sich doch nicht vorstellen, oder?!
Siemens Handy (BenQ), Transrapid( Saic) ect. war doch nur ein asiatischer Ausrutscher was technologie klau und der Vernichtung von Arbeitsplätzen, Entwicklungs-und Produktionsstandorten angeht.
Ich hatte gerade interessante Gespräche mit einigen höher gestellten Persönlichkeiten aus der Finanzwelt gehabt, die mir über die Probleme der ein und anderen chinesischen Staatsbanken berichteten ,die gerade nicht wüssten wie sie denn Ihre 200 Milliarden Dollar am besten investieren sollten.
Nun sollte das nicht auch den letzten gutgläubigen zu denken geben?
Meinten die Chinesen es ehrlich mit unseren Werken in Europa und seinen Arbeitsplätzen, dann würden Sie für Opel an GM eine entsprechende Summe X bezahlen und dafür sorgen das Opel aus deren eigenen Mitteln, die ja Zweifels ohne ausreichend vorhanden sind, weitergeführt wird.
Also sie selber Ihre eigenen Gelder für den Erhalt und die Zukunft von Opel als lohnendes langfristiges Investment zur Verfügung stellen.
Müssen das nicht alle unsere Betriebe auch wenn sie von Ihren Entwicklungen und Ihrer Firma überzeugt sind, eigenverantwortlich tun?
Täten Sie dieses würde auch ich an der Integrität der Chinesen kein Zweifel hegen, tun Sie es nicht, kann man alle nur waren und raten von einem Vertrag abstand zu nehmen.
Magma bekommt zwar mehr Geld aber die Aussicht der Nachhaltigkeit der vom Staat getätigten Gelder im Verbleib der Standortsicherung und Zukunft erscheint wesentlich höher.
In diesem Sinne

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr