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Markterhohlung: Der Preisdruck auf den Autohandel sinkt
Markterholung
Rabatte bröckeln im Neuwagenverkauf
Die allmähliche Erholung der Autokonjunktur lässt die zum Teil hohen Rabatte im Autohandel bröckeln. Zu dieser Einschätzung kommt der umstrittene Experte Ferdinand Dudenhöffer vom Auto-Forschungszentrum CAR der Universität Duisburg-Essen in einer aktuellen Preisstudie. "Wichtige Autobauer fahren ihre Rabatte zurück", heißt es darin. Die Frage sei, ob sich die Entwicklung stabilisiere oder nur ein kleines Zwischenhoch vorliege.
Im Schnitt lag der Neuwagenrabatt im April demzufolge bei 15,2 Prozent. Das sind rund vier Prozentpunkte weniger als noch im Februar dieses Jahres. Dudenhöffer hatte damals erklärt, die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass schon in nächster Zeit die Marke von 20 Prozent überschritten werde. "Die Abwrackprämie hat die Preisstrukturen im Markt nachhaltig geschädigt. Der Höhepunkt bei den Nachlässen ist noch nicht erreicht."
Eine Fehleinschätzung – wie sich nun herausstellt. Zum Vergleich: Die Händlerbefragung AUTOHAUS pulsSchlag hat seit dem Jahreswechsel, trotz der immer wiederkehrenden Berichte über angebliche Rabattschlachten, ein durchschnittliches Nachlassniveau im Neuwagenverkauf von 11,2 Prozent ermittelt.
Dudenhöffer steht wegen seiner monatlichen Preisstudien in der Kritik der deutschen Autohändler. Burkhard Weller, Geschäftsführer der Weller-Gruppe, erklärte in einem offenen Brief, Dudenhöffer veranstalte regelmäßig "eine Treibjagd der Neuwagen-Rabatte" (wir berichteten exklusiv). Das CAR schädige den Handel und führe die Verbraucher in die Irre. Ob der Rüffel aus der Kfz-Branche bei dem Experten nun ein Umdenken provoziert hat oder ob das rückläufige Rabattniveau der anziehenden Nachfrage geschuldet sind, werden die kommenden Monate zeigen.
Mit der aktuellen Studie bestätigt Dudenhöffer jedenfalls Ergebnisse einer vor zwei Wochen vorgelegten Untersuchung, die allerdings nur auf sinkenden Rabatten bei Internetvermittlern fußte. Nun wurden auch Verkaufsaktionen im stationären Autohandel berücksichtigt, sowie Tageszulassungen und relativ neue Dienstwagen, die nach kurzer Zeit mit hohen Preisnachlässen angeboten werden.
Importmarken noch besonders preisaggressiv
"Die genauere Analyse der ermittelten Daten zeigt, dass im Markt durchaus weiter Sonderaktionen mit hohem Kundenvorteil angeboten werden", schreibt der Professor. "Es wird aber deutlich, dass diese Angebote vornehmlich bei Importmarken vorzufinden sind." Den höchsten Nachlass gewähre Fiat, und zwar beim Modell Panda mit Rabatten in Höhe von 3.700 Euro oder 38 Prozent. "Bei den deutschen Marken wurden die höchsten Kundenvorteile bei Ford ermittelt." Deutlich geringere Rabatte gebe es dagegen bei VW und Opel. (rp/dpa)
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(Foto: GW-trends)
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