20.06.2012
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Ramsauer

"Deutschland wird zum Entwicklungsland"

Nach Meinung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer dagegen läuft die Startphase miserabel. "Die Elektromobilität ist in Deutschland dabei zu sterben", sagte der Direktor des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen. Die Pläne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), dass bis 2020 in Deutschland eine Million Elektroautos fahren würden, seien Makulatur. Deutschland drohe zum "Entwicklungsland" für E-Mobilität zu werden.

"So wie es derzeit aussieht wird, man froh sein, wenn man zehn Prozent des Ziels, also 100.000 Fahrzeuge erreicht", meinte Dudenhöffer. Notwendig seien großangelegte Offensiven. Innenstadtzonen müssten zum Beispiel nur für E-Autos zugänglich sein und man brauche Carsharing-Angebote in Großstädten, damit man die Autos sehe.

Die Regierung hatte vor einem Jahr ein Paket zur besseren Förderung der Elektromobilität beschlossen. Elektroautos sollen zum Beispiel für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Und im Straßenverkehr könnte es neben speziellen Parkflächen auch Sonderfahrspuren geben – sofern Länder und Kommunen mitziehen.

Zu wenig Transparenz

Für die Autokonzerne wäre ein Erfolg der Elektromobilität auch wichtig, um wegen strengerer CO2-Grenzwerte der EU in Zukunft hohe Strafzahlungen zu vermeiden. Umweltverbände werfen der Autoindustrie vor, zu sehr auf höhere Subventionen für Elektroautos zu schielen statt intelligente Lösungen zu suchen. "Der Unterton ist ein wenig, wir haben entsprechende Gelder nicht bekommen, also kommen wir nicht so recht voran", sagte Viviane Raddatz, Verkehrsexpertin des WWF, mit Blick auf NPE-Bericht. Der WWF ist wie andere Umweltorganisationen an der Plattform beteiligt. Bemängelt wird auch ein Kungeln der Industrie und zu wenig Transparenz in den NPE-Arbeitsgruppen.

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