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LV-Präsident Klaus Dieter Breitschwert (r.) begrüßte auf dem Neujahrsempfang des Kfz-Gewerbe Bayern Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (M.) und ZDK-Präsident Robert Rademacher.
Neujahrsempfang LV Bayern
Ramsauer macht Hoffnung auf Wechselkennzeichen
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat auf dem Neujahrsempfang des Kfz-Gewerbes Bayern zugesagt, die Einführung eines Wechselkennzeichens "wohlwollend" zu prüfen. In seiner Rede am Montagabend in München wies Ramsauer zudem darauf hin, dass es bereits Gespräche zwischen dem Ministerium, der Versicherungswirtschaft und dem ZDK zum Kurzzeitkennzeichen gebe. Außerdem werde in einem Modellversuch die Online-Zulassung getestet. Die anwesenden Vertreter des Kfz-Gewerbes bat er: "Bitte haben Sie noch etwas Geduld." In seiner Rede versprach der Verkehrsminister eine pragmatische Verkehrspolitik. Zu starke staatliche Bevormundung sehe er kritisch. Mobilität sei ein Stück "individueller Freiheit", sagte Ramsauer. Jenseits aller kurzfristigen Konjunkturmaßnahmen, müsse es darum gehen, für die Automobilwirtschaft "verlässliche Strukturen" zu schaffen. Klaus Dieter Breitschwert, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, bezeichnete in seiner Rede die Kfz-Zulassung im Autohaus als das "große Ziel". Kurzzeitkennzeichen, die im Autohaus ausgegeben werden, könne er sich als Zwischenlösung auf diesem Weg vorstellen. Breitschwert wiederholte auch noch einmal seinen Wunsch nach Wechselkennzeichen, von denen Bürger, Handel und Handwerk gleichermaßen profitieren würden. Außerdem forderte der Landesverbandspräsident erneut die steuerliche Absetzbarkeit von Lohnkosten bei Reparaturen. Dies würde nicht nur die Schwarzarbeit eindämmen, sondern Arbeitsplätze und Unternehmen stärken. Breitschwert rief schließlich "die Politik" auf, beim Investitionsschutz für die Kfz-Branche "dringend zu handeln". Vorleistung, Finanzierung und das Risiko der Amortisation müssten gerechter verteilt werden. Er verwies auf Österreich, wo ein Händler, der zu Investitionen verpflichtet worden sei, die bei Vertragsbeendigung nicht amortisiert oder verwertbar seien, Anspruch auf Ersatz habe. "Das wären Rahmenbedingen, die dem Kfz-Gewerbe eine gute Zukunft für die Zeit nach der Abwrackprämie geben könnten." 11.000 Euro für Ausbildungsoffensive Das Kfz-Gewerbe Bayern lud in diesem Jahr zum fünften Mal Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Autohandel und Presse zu seinem automobilen Neujahrsempfang in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Wie in den vergangenen Jahren stifteten Fuchs Europa Schmierstoffe und die Baywa 11.000 Euro für die Ausbildungsoffensive des Landesverbands. Breitschwert wies darauf hin, dass das Kfz-Gewerbe rund 20.000 Ausbildungsplätze im Freistaat bereitstellt. Insgesamt arbeiteten 115.000 Menschen in den bayerischen Autohäusern und Werkstätten. (se)
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