10.08.2010
Ein SLS-Fahrer ist in der Schweiz mit 290 km/h geblitzt worden. Erlaubt waren nur 120 km/h
Am Rande
Raser drohen bis zu 780.000 Euro Strafe
Einen neuen Negativrekord in Sachen Geschwindigkeitsüberschreitung hat vermutlich ein schwedischer SLS-Fahrer auf einer Schweizer Autobahn aufgestellt. Der 37-Jährige ist im Kanton Freiburg mit 290 km/h in die Radarfalle gerast. Erlaubt waren 120 km/h – damit war der Mercedes-Fahrer 170 km/h zu schnell. Der Sprecher der Schweizer Straßenbehörde, Thomas Rohrbach, kann sich nicht an einen höheren Wert erinnern.
Der 571 PS starke Sportwagen wurde sofort konfisziert, ebenso der Führerschein. Nun folgt eine saftige Geldstrafe, die theoretisch bis zu 1,08 Millionen Schweizer Franken (rund 780.000 Euro) betragen kann. Die tatsächliche Höhe richtet sich nach dem Einkommen des Täters und wird von einem Gericht bestimmt. Die Höchststrafe liegt bei 300 Tagessätzen von 3.600 Schweizer Franken.
Laut Rohrbach werden bereits bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 50 km/h in der Regel 50 Tagessätze verlangt. In diesem Fall rechnet der Experte mit einer dreistelligen Zahl. (mid/sta)
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(Foto: Mercedes-Benz)
19. August 2010 13:13
T. Meier meint:
Und wie wollen Sie bei strafresistenten Personen, die keine Regeln akzeptieren, vorgehen? Die Sanktionen und Strafen fallen lassen, dafür an die Vernunft appellieren...? Dann glauben Sie aber auch an den Weihnachtsmann.
Diese schlimme Gesellschaft zu kritisieren ist leicht, dann sollten aber auch Lösungsvorschläge kommen, anstatt nur Angst vor der Zukunft zu haben.
13. August 2010 14:03
HWB meint:
Ich hatte es befürchtet,
leider nur zwei Reaktionen auf meinen Beitrag, damit leider nicht repräsentativ. Unsere Gesellschaft ist noch nicht reif für Veränderungen, mir wird Angst und Bange, wenn ich an die zuletzt gelesenen Bücher "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" und Tyrannen müssen nicht sein" denke und mir vorstelle, was demnächst auf unseren Strassen los sein wird. Die heute heranwachsenden Kinder sind weit überwiegend lustbetont, akzeptieren keine Regeln und bei Strafen lernresistent. Es wird in Zukunft spannend werden.
Gesundheit und innere Zufriedenheit
Wünscht
HWB
11. August 2010 10:23
ghagem meint:
Nein, es ist niemandem etwas passiert, aber ein Tempiolimit von 120km/h hat in der Regel seinen Grund, und wenn man dann weit mehr als die doppelte Geschwindigkeit fährt handelt man schon äußerst fahrlässig. Nach Ihrer Argumentation bräuchte man ja praktisch gar keine Regeln mehr, denn solange nichts passiert ist alles gut. Gleichzeitig schreiben Sie, dass wir selber erkennen müssen, wann wir jemand anderen gefährden. Wenn ich mit 290km/h durch einen 120er-Bereich fahre, dann gefährde ich in jedem Fall andere.
Über den "erzieherischen Effekt" kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß, wie es auf dem Konto des Halters aussieht. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass eine hohe Geldstrafe durchaus seine Wirkung zeigen kann. In "jungen Jahren" habe ich selbst einmal kräftig zahlen müssen, und seitdem fahre ich wesentlich entspannter und zurückhaltender.
Außerdem ist diese Regelung der einkommensabhängigen Bußgelder meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Bei uns zahlt der halbtagsbeschäftigte Regaleinräumer im Supermarkt die gleiche Strafe wie der Bankenvorstand. Wen trifft das wohl mehr?
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