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EU-Kommission: Auch Standorte des Nürnberger Zulieferers Leoni wurden durchsucht.
Illegale Preisabsprachen
Razzien bei Autozulieferern in Europa und USA
Wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen hat es Razzien bei Autozulieferern in Europa und den USA gegeben. Auch Unternehmen in Deutschland waren betroffen, darunter die Leoni-Gruppe in Nürnberg. Wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte, durchsuchten Fahnder in einigen EU-Ländern die Büros von mehreren Herstellern, die Bordelektronik für Autos herstellen. In den USA bestätigte das US-Justizministerium der "Financial Times" zufolge Ermittlungen in der Zulieferindustrie wegen vermuteter Preisabsprachen. Aus der Branche war zu hören, dass diese wohl in erster Linie zulasten von Toyota und Honda gegangen seien. Die EU-Kommission hat den Verdacht, dass die Firmen die Preise für Kabelbäume – das Herzstück eines jeden Autos, das den Bordcomputer mit seinen Komponenten verbindet – abgesprochen haben. Die Behörde nannte keine Namen. Leoni-Unternehmenssprecher Sven Schmidt sagte am Donnerstag: "In diesem Zusammenhang finden auch bei uns in der Leoni-Gruppe Ermittlungen statt." Der weltgrößte Autozulieferer Bosch erklärte in Stuttgart, er sei nicht betroffen. Nach Brancheninformation sollen auch Räume der Systems Technologies Europe in Regensburg durchsucht worden sein – ein Joint-Venture zwischen Conti und dem japanischen Zulieferer Yasaki. Den Anteil hatte der Conti-Konzern beim Kauf von Siemens VDO übernommen. Das Unternehmen war nicht zu erreichen.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Durchsuchungen nichts mit Toyota-Rückrufen zu tun
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(Foto: Leoni)
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