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Kommentare () Kommentare (0) 21.11.2012

AUTOHAUS SteuerLuchs

Dienstreise-Teilnahme des Ehepartners

AUTOHAUS SteuerLuchs
Dienstreise-Teilnahme des Ehepartners
Barbara Lux-Krönig
AUTOHAUS-Steuerexpertin Barbara Lux-Krönig
© Foto: Archiv

Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass die Teilnahme des Ehepartners oder Lebensgefährten nicht zu einem generellen Abzugsver­bot beziehungsweise zu einer geringeren steuerlichen Berücksichtigung der Aufwendungen führt.

Der Urlaub - die schönste Zeit des Jahres. Jedes Jahr fiebern die Berufstätigen auf diese Zeit aufs Neue hin. Nur leider vergeht der Urlaub immer viel zu schnell. Daher stellt sich für viele Steuerpflichtige immer wieder mal die Frage, ob sie nicht eine Dienstreise übers Wo­chenende verlängern und ihre Ehegatten oder Lebenspartner auf diese Reise mitnehmen sollen.

Der Bundesfinanzhof in München hat nun durch Beschluss vom 24. August 2012 klargestellt, dass die Teilnahme des Ehepartners oder Lebensgefährten nicht zu einem generellen Abzugsver­bot beziehungsweise zu einer geringeren steuerlichen Berücksichtigung der Aufwendungen führt. Entgegen der Ansicht des Finanzamts sehen die Münchner Richter in der Teilnahme des Partners keinen Grund, dass eine private Mitveranlassung die berufliche Veranlassung überlagert.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass beruflich veranlasste Reisekosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben uneingeschränkt abziehbar sind, wenn die Reise ausschließlich oder nahezu ausschließlich beruflich veranlasst ist.

Ist die Reise hingegen auch privat mitveranlasst, wird zum Beispiel der Aufenthalt übers Wo­chenende verlängert, so sind die Reisekosten anteilig nach beruflich und privat veranlassten Kosten aufzuteilen. Nach dem Bundesfinanzhof ist ein sachgerechter Aufteilungsmaßstab der beruflich und privat veranlasste Zeitanteil.

Beispiel: Dauert eine Dienstreise 5 Tage und der Steuerpflichtige verlängert den Aufenthalt privat um 2 Tage, so sind die An- und Abreisekosten als gemischt veranlasste Kosten zu 5/7 beruflich und zu 2/7 privat veranlasst. Hingegen werden die Übernachtungskosten entweder der be­ruflichen oder der privaten Sphäre zugerechnet.

Tipp: Machen Sie eine umfassende Aufstellung, ob die Kosten der beruflichen oder der pri­vaten Sphäre zuzurechnen sind. So vermeiden Sie Nachfragen durch das Finanzamt und der Finanzbeamte wird Ihnen in den meisten Fällen wohlgesonnen sein, da er nicht Be­lege zusammensammeln muss.

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp? Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: lux@raw-partner.de

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