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Kommentare () Kommentare (0) 12.12.2012

AUTOHAUS SteuerLuchs

Verlustverrechnung bei Einkünften aus Kapitalvermögen

AUTOHAUS SteuerLuchs
Verlustverrechnung bei Einkünften aus Kapitalvermögen
Barbara Lux-Krönig
AUTOHAUS-Steuerexpertin Barbara Lux-Krönig
© Foto: Archiv

Grundsätzlich erfolgt auf Ebene jeder einzelnen Bank eine Verrechnung zwischen positiven und negativen Einkünften aus Kapitalvermögen. Hierbei gibt es jedoch ein paar Besonderheiten zu beachten.

Die Verlustverrechnung bei Einkünften aus Kapitalvermögen ist alles andere als einfach! Grundsätzlich erfolgt auf Ebene jeder einzelnen Bank eine Verrechnung zwischen positiven und negativen Einkünften aus Kapitalvermögen. Hierbei gibt es jedoch ein paar Besonderheiten zu beachten:

=> Verluste aus der Veräußerung von Aktien können nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien verrechnet werden.

=> Altverluste aus Aktienverkäufen vor 2009 (vor Einführung der Abgeltungsteuer) können auf Antrag noch bis Ende 2013 mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien verrechnet werden (anschließend nur noch mit Gewinnen aus sonstigen Spekulationsgeschäften).

=> Liegt bei Ehegatten ein gemeinsamer Freistellungsauftrag bei einem Kreditinstitut vor, so erfolgt automatisch eine ehegattenübergreifende Verlustverrechnung des Veranlagungszeitraums. Um eine Verrechnung von Altverlusten zu erzielen, kann es ggf. sinnvoll sein, eine ehegattenübergreifende Verlustverrechnung durch getrennte Freistellungsaufträge zu vermeiden.

Bestehen am Jahresende nach bankinterner Verlustverrechnung noch Verluste bei einer einzelnen Bank, so werden diese grundsätzlich bei dieser Bank vorgetragen und stehen damit für das Folgejahr sofort zur Verrechnung mit positiven Erträgen zur Verfügung.

Alternativ kann für diese Verluste unwiderruflich eine Verlustbescheinigung bis spätestens 15. Dezember des betreffenden Jahres beantragt werden. In diesem Fall wird der Verlust der einen Bank mit Gewinnen bei einer anderen Bank im Rahmen der Einkommensteuererklärung verrechnet. Soweit danach ein Verlust verbleibt, wird dieser vom Finanzamt gesondert festgestellt und fortgeführt.

Es ist jedoch Vorsicht geboten: Der Verlust kann nicht an die Bank zurückgegeben werden; wird der Verlust in der Einkommensteuererklärung aufgrund Vergessens nicht angegeben, muss zur Geltendmachung dann eine Spezialvorschrift greifen, andernfalls ist der Verlust verloren!

Hinweis: Es ist oftmals fraglich, ob sich der Aufwand einer Verlustbescheinigung rechnet. Wird mit Gewinnen bei der Verlustbank am Anfang des Folgejahres gerechnet, kann bei Vortragen des Verlusts von der Bank dieser Verlust meist zeitlich früher genutzt werden als im Rahmen der Einkommensteuererklärung. Noch dazu kann nicht vergessen werden, den Verlust in der Einkommensteuererklärung anzugeben!

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp? Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: lux@raw-partner.de

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