Dienstag, 07.02.2012
11.12.2008
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Schweden

Regierung eilt Volvo und Saab zur Hilfe

Volvo und Saab bekommen Milliarden-Unterstützung von der schwedischen Regierung. Für sie sollen insgesamt 28 Milliarden Kronen (2,6 Milliarden Euro) bereitgestellt werden, kündigten Wirtschaftsministerin Maud Olofsson und Finanzminister Anders Borg am Donnerstag an. Stockholm handelte damit unmittelbar nach der ersten Einigung in Washington auf ein Hilfspaket über 15 Milliarden Dollar für die US-Autoindustrie. Von den akuten Problemen dort sind auch Volvo als Tochter des Ford-Konzerns und Saab als Teil der Opel-Mutter General Motors (GM) direkt betroffen. Die schwedischen Marken stehen zum Verkauf. Vor allem Saab gilt als akut bedroht. Den Hauptanteil der Staatshilfe mit 20 Milliarden Kronen bilden Stockholmer Staatsgarantien für Kredite der Europäischen Investitionsbank. Auch andere europäische Autohersteller erhalten derartige Kredite zur Sicherung ihrer Zahlungsfähigkeit bereitgestellt. In Schweden hatte vor allem Saab auf staatliche Mittel für den Fall gedrängt, dass GM in absehbarer Zeit kein Geld für die schwedische Tochter bereitstellen kann. Neben knapp 30.000 direkten Arbeitsplätzen der beiden Hersteller sind in der schwedischen Autoindustrie einschließlich der Lkw-Produktion sowie der Zulieferer etwa 120.000 Menschen beschäftigt. Kein Einstieg des Staates Finanzminister Borg schloss erneut den von Gewerkschaften und der sozialdemokratischen Opposition geforderten Einstieg des Staates als Teileigner oder Eigner bei den beiden Traditionsmarken aus. Der konservative Politiker sagte: "Wir sollen als Staat keine Auto-Unternehmen betreiben, sondern deren Chancen für die Zukunft sichern." Die schwedische Regierung wolle auch keine Subventionen für die laufende Produktion oder für die derzeitigen Eigner bereitstellen. Knapp drei Milliarden Kronen des neuen Hilfspakets sollen für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an umweltfreundlichen Autos bereitgestellt werden. Fünf Milliarden Kronen will die Regierung als innerschwedische Überbrückungskredite für akut angeschlagene Unternehmen aus dem Umfeld der Autohersteller zur Verfügung stellen. Gewerkschaftsvertreter begrüßten die Regierungsinitiative, kritisierten aber den Zeitpunkt als zu spät. (dpa)

 
 
 

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