Samstag, 26.05.2012
13.01.2009
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ZDK

"Reine Verschrottungsprämie greift zu kurz"
von Frank Selzle

Der ZDK hat den Beschluss der Bundesregierung zum Konjunkturpaket II in einer ersten Stellungnahme als "enttäuschend" bezeichnet. Der Verband, so Bundesinnungsmeister und Vizepräsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes Wilhelm Hülsdonk gegenüber AUTOHAUS Online, hatte gefordert, dass nicht nur Neu- und Jahreswagenkäufe subventioniert werden, sondern auch der Umstieg von einem Euro 2-Fahrzeug oder älter auf ein umweltfreundlicheres Fahrzeug. Eine reine Verschrottungsprämie würde zu kurz greifen, erläuterte Hülsdonk. "Wir wollen mit einer Ökoprämie den Kreislauf in Gang setzen, dass sehr alte Autos vom Markt verschwinden und neuere gekauft werden." Am Ende gehe es um rund 300.000 Autos, die mehrheitlich wohl deutlich älter als neun Jahre seien, denn die Verschrottung von Fahrzeugen mit Baujahr 2000 sei kaum vorstellbar. Gleichwohl sei die Prämie ein richtiger Schritt, so Hülsdonk. "In einem um 20 bis 25 Prozent schrumpfenden Markt ist eine Subventionierung mit kurzfristiger Wirkung durchaus geeignet, das Geschäft zu beleben." Diesen Konjunkturanreiz müsse man bestmöglich nutzen. Hülsdonk betonte, dass es sich nicht um einen Rettungsschirm für die Kfz-Branche handele und marktwirtschaftliche Mechanismen nicht ausgehebelt würden. Die Prämie soll laut ZDK-Vorschlag ab März mit Wirkung bis Ende 2009 gelten. Die Bundesregierung hat bisher noch keinen Fahrplan genannt. In einem zweistündigen Gespräch beim Mittelstandsgipfel in Berlin, an dem auch die Bundesminister Glos und Steinbrück teilnahmen, hatte Hülsdonk am 9. Januar der Bundeskanzlerin Merkel die zunehmend schwierige Lage der Unternehmen des Kfz-Gewerbes am Standort Deutschland beschrieben und Vorschläge des ZDK für eine gestaffelte Umweltprämie für neue und junge Autos vorgetragen. Prämie an Bedingungen geknüpft Die Prämie soll laut Mitteilung der Bundesregierung nur ausbezahlt werden, wenn das Altauto mindestens ein Jahr im Besitz des Halters gewesen ist und ganz vom Markt verschwindet. Ob dies bedeutet, dass ein Verschrottungsnachweis zu führen ist und wie die Abwicklung letztlich aussehen wird, ist bis dato noch unklar. Von Seiten der Regierung wurden bisher keine Einzelheiten genannt. Denkbar wäre aber beispielsweise ein Nachweis über zertifizierte Autoverwerter.

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

14. Januar 2009 12:41
J.R. meint:
Verschrottungsprämie braucht sinnvolle Bedingungen!!

Schön und gut, die Prämie wird kommen juhuu ein erster Schritt der Autoindustrie zu helfen ist getan. Doch fehlt noch das sinnvolle Konzept, wird der Handel gezwungen den Altwagen zu verschrotten fallen fast alle Fahrzeuge ab Bj.1996 oder jünger nicht mehr in diese Regelung da der eigentliche Fahrzeugwert oftmals die € 2500.- übersteigt. Es müsste gesichert sein dass die Fahrzeuge vom Handel verwertet werden können, und sei es nur als Exportfahrzeug! Dass die Altwagen nicht mehr in Deutschland zugelassen werden dürfen besagt schon die Bezeichnung Umweltprämie, doch um den Handel zu stützen wäre eine Verschrottungspflicht der falsche Weg!!
Zudem sollte sichergestellt werden dass die Prämie auch bei Erwerb eines Gebrauchtwagen oder Jahreswagen gezahlt wird, Euro 4 als Grundvorraussetzung oder eine Co2 Grenze wären eine Idee. Gleichzeitig die Co2 abhängige Kfz Steuer einzuführen wäre ein weiterer wichtiger und richtiger Schritt da genau diese alten Fahrzeuge aus unserem Strassenbild verschwinden sollen. Und wer ein neueres Auto mit einem Co2 Ausstoß über 160 g/km fährt muss dann eben für diesen " Luxus" mehr Steuer zahlen, wer mehr Schmutz verursacht muss hierfür auch zur Rechenschaft gezogen werden! Wer seine Kinder mit einem großen Geländewagen zur Schule fahren muss der weit über 200 g/km Co2 Ausstoß hat, der wird auch zu Recht zur Kasse gebeten!
Ich hoffe die Vorraussetzungen für die Prämie werden gut durchdacht!!
In diesem Sinne mit den besten Wünschen für die Autobranche
J.R.

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