26. Februar 2010 01:34
Mathias Jäckel meint:
Liebes Autohaus-Online-Team,
So ist es nun doch in die Vorstandsetagen durchgedrungen, wir haben einen schwierigen Markt ! Ups !
Nur für die eigene Marke sieht man in gewohnter Weise optimistisch in die Zukunft. Hm... das kommt mir seit Jahren so bekannt vor..
Nachdem ein Bombenkrater in Form von Händlerinsolvenz, nach dem anderen sichtbar wird, soll mir nun nicht so ganz klar werden, wie dann die entsprechende Anzahl von Fahrzeugen in den Markt gepresst werden soll,um die hohen Absatzziele alljener Vorstände aller Marken durchzusetzen, die den großen Autobauern der industriellen Welt vorstehen, also geben wir es doch mal einfach und umumwunden zu und seien wir ehrlich zueinander(!): die Automobilbranche steht vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte, die "fetten Jahre" (wenn es Sie denn vor cirka zehn Jahren noch gegeben hat), sind endgültig vorbei und die westlichen Volkswirtschaften werden sich an den Gedanken gewöhnen müssen, den symbolischen Gürtel endgültig enger schnallen zu müssen.
Dazu müßte jedoch erst einmal definiert werden, was denn "den Gürtel enger schnallen" wirklich bedeutet: "Geht´s der Wirtschaft besser, geht´s auch dem Volke besser"- diesen nachweislich nicht zutreffenden Unsinn haben wir uns alle die letzten 25 Jahre zur Genüge angehört- eine andere Zahl finde ich allerdings viel spannender: vor rund 100 Jahren hat noch rund zwei drittel unserer Bevölkerung bzw diejenige des damaligen Dautschen Reiches in der Landwirtschaft gearbeitet(!) und sich mit WIRKLICHER Wertschöpfung beschäftigt, heute arbeiten riesige Bevölkerungsanteile daran, sich gegenseitig irgendetwas zu verkaufen, seien die Märkte auch noch so gesättigt...
Das schizophrene daran: Es wird derzeit geglaubt, das Heil darin sei in Asien zu suchen (jedes dritte Auto 2010 für Asien... etc), es wird nur dabei übersehen, daß eben diese Denkweise genauso kurzsichtig ist, wie sie zu den Ausuferungen in der westlichen Hemisphere geführt hat, denn der asiatische Arbeiter lebt letzlich zum großen Teil davon, daß seine Produktionsgüter zu einem erheblichen Teil in der westlichen Welt abgesetzt werden, erliegen diese Vertriebsströme oder kommen diese zumindest ins Stocken, kommt es über kurz oder lang auch eben hier zu den gleiche Erscheinungen der Marktübersättigung wie in der "westlichen" Welt.
Es fehlen mir, als mitdenkenden Menschen, diejenigen Zukunftskonzepte-egal ob in Politik oder Wirtschaft, die WIRKLICH zukunftsfähig sind-
es gilt fortan, etwas Anarchie in die Köpfe unserer Führer aus Politik und Wirtschaft zu vergießen, um mit gänzlich neuen Überlegungen und Ansätzen des Wirtschaftens und des Miteinanders aus der Hüfte zu kommen, nur so würde sich eine Welt, die völlig aus den Fugen gerät noch verhindern lassen (auch in kriegerischer Hinsicht !), dies meine ich nicht in sozialistischer Hinsicht sondern in der Weise, daß der Produktivitätswettlauf am Ende eindeutig von niemandem gewinnen läßt (Tictactoe......), also dies mal als kleinen Denkansatz..
Gruß an alle "Mitdenker"
Mathias Jäckel
22. Februar 2010 15:27
Karl Schuler meint:
9.473 Renault-Neuwagen und 5,23% Marktanteil im Januar:
Ein paar Fakten zum deutschen Markt: Privatkunden Neuzulassungen 3.794 (40%), Gewerbliche Kunden 1.867 (20%), Zulassungen auf Autovermieter 964 (10%) und Händler- und Werkszulassungen 2.848 (30%). Die Relation von "echten" Kundenzulassungen und dem Rest liegt bei 60% zu 40%. Die Autos der Autovermieter, die Werkszulassungen und die Vorführwagen der Händler kommen dieses Jahr wieder als neuwertige Gebrauchtwagen wohlfeil ins Angebot! Der gern gesehene Trend zum Kleinwagen ist wohl in Wahrheit ein Problem einer sehr hohen Anzahl von Fahrzeugen gegenüber einer niedrigen Anzahl von Kaufinteressenten. Das ist derzeit nicht nur auf dem deutschen Automarkt so.....
22. Februar 2010 09:19
Michael Kuhn meint:
Renault hätte nach 2002 Fahrzeuge in vernünftiger Qualität bauen sollen und nicht die treuen Kunden mit zahlreichen Serienfehlern und mangelhafter Kulanz dauerhaft verärgern sollen. Megane 2 und Scenic 2 werden jetzt über 6 Jahre alt und die Kunden müssen für die fehlerhaften Fensterheber nun selber zahlen, da die inzwischen auf 6 Jahre ausgedehnte Kulanz auslaufen wird. Das deutlich zu schwach ausgelegte Fahrwerk wird schon seit langer Zeit nicht mehr auf Kulanz nachgebessert. Leider läuft eine Vielzahl der Käufer von 2002-2004 nun zu anderen Herstellern. Der Kundenservice in Brühl konnte leider nur sehr wenige enttäuschte Renaultfahrer bei der Marke halten. Mit der bisherigen Qualität wird das mit der Steigerung des Marktanteils nichts, da kann Toyota noch so viele Mängel finden, beim Image ist Renault bei den Kunden unten durch.