Samstag, 26.05.2012
24.07.2008
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Halbjahresbilanz

Renault mit kräftigem Gewinnanstieg

Renault hat im ersten Halbjahr einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss stieg um 37 Prozent auf knapp 1,47 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der operative Gewinn legte um 20 Prozent auf 865 Millionen Euro zu, der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Renault steigerte den weltweiten Absatz seit Jahresbeginn um 4,3 Prozent auf 1,325 Millionen Fahrzeuge. Der Autobauer reagiert mit Sparmaßnahmen auf die Schwäche des westeuropäischen Automarktes und will nach Medienberichten etwa 5.000 Stellen einsparen. Gewerkschaftssprecher befürchten die Streichung von bis zu 6.000 Stellen hauptsächlich in Europa. Für Europa werde ein Einstellungs-Stopp verfügt, die Produktpalette solle gestrafft werden, teilte Renault am Donnerstag in Paris mit. Weniger wichtige neuer Projekte würden gestoppt oder aufgeschoben. Mit der Nichtbesetzung freiwerdender Stellen läuft ein Einstellungsstopp letztlich auf einen Stellenabbau hinaus. Im Werk Sandouville solle es künftig nur noch eine Schicht geben. Weitere Anpassungen seien möglich, wenn sich die Lage verschlechtere. Renault bestätigte, dass 2009 etwa 350 Millionen Euro eingespart werden sollen, im Jahr danach etwa 500 Millionen Euro. Rund zehn Prozent der strukturellen Kosten in Zusammenhang mit den rund 47.000 Angestellten sollten eingespart werden, erklärte eine Sprecherin. Einsparungen von 350 Millionen Euro im nächsten Jahr Konzernchef Carlos Ghosn hatte bereits am Vortag in einem Zeitungsinterview von neuen Herausforderungen für die gesamte Autoindustrie angesichts einer weltweiten Abkühlung der Branchenkonjunktur gesprochen. Renault nannte zur Begründung für die neuen Maßnahmen auch steigende Rohstoffkosten, eine ungünstige Währungskursentwicklung durch den starken Euro und die Finanzmarktkrise. Die schleppende Nachfrage vor allem in Spanien, Italien und Grossbritannien sowie Verzögerungen beim Anlaufen der Produktion im neuen Logan-Werk im Iran machten sich im ersten Halbjahr bemerkbar. Der Absatz in Deutschland wuchs dagegen zweistellig. (dpa)

 
 
 
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