Samstag, 26.05.2012
09.07.2008
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Zwischenbilanz

Renault schraubt Absatzziel nach unten

Schwierige Absatzmärkte und hohe Benzinpreise haben Renault für dieses Jahr skeptischer gestimmt. Weltweit werde der Absatz wohl nur zwischen fünf und zehn Prozent wachsen, sagte der Vize-Präsident für Vertrieb und Marketing bei Renault, Patrick Blain, am Mittwoch im Anschluss an zuvor veröffentlichte Halbjahreszahlen. Sollte sich der derzeitige wirtschaftliche Trend fortsetzen, dann werde der französische Konzern nur am unteren Ende dieser Spanne bleiben. Zuletzt war der Autobauer davon ausgegangen, seine Verkäufe um zehn Prozent steigern zu können. Schwierig gestalte sich für Renault derzeit vor allem der europäische Markt. Aber auch in einigen anderen Ländern wie beispielsweise Südkorea bleibe der Absatz hinter den Erwartungen zurück, sagte Blain. "Die Unsicherheiten sind extrem groß." Im ersten Halbjahr hatte Renault seinen weltweiten Absatz um 4,3 Prozent auf 1,33 Millionen Autos steigern können, was laut Blain weniger war als erhofft. Wachstumsmotor war dabei die rumänische Billigtochter Dacia, deren Absatz um 13,3 Prozent auf gut 127.000 Fahrzeuge stieg. Die Kernmarke Renault legte um vier Prozent auf 1,14 Millionen zu. Renault Samsung Motors verlor dagegen 7,2 Prozent auf 53.700 Autos. Die neue russische Beteiligung Lada verkaufte von März bis Juni 272.000 Fahrzeuge. In Europa verbuchte der Konzern einen Rückgang von 0,5 Prozent auf 864.978 Fahrzeuge, wobei sich vor allem das Geschäft in Spanien, Italien und Großbritannien schwach entwickelte. Außerhalb Europas legten die Verkäufe um 15 Prozent auf 460.526 Autos zu. Mittlerweile werden dort 35 Prozent des Absatzes erzielt. Risiko Heimatmarkt Ein Fragezeichen hängt laut dem Vertriebschef über dem französischen Heimatmarkt, wo der Autobauer seinen Absatz in den ersten sechs Monaten immerhin um 8,1 Prozent steigern konnte. Auf Frankreich entfällt etwa ein Viertel des weltweiten Renault-Absatzes. Das Risiko sei allerdings ziemlich hoch, dass der Aufwärtstrend abreiße, sobald die derzeitigen Kaufanreize für umweltfreundliche Fahrzeuge wegfielen, sagte Blain. In der zweiten Jahreshälfte soll deshalb das Wachstum vor allem von außerhalb des europäischen Kontinents kommen. Viel erhofft sich der Konzern, der neben Renault auch Autos der Marken Dacia und Renault Samsung vertreibt sowie eine Minderheitsbeteiligung an Nissan hält, von neuen Modellen. Im ersten Halbjahr hatten die Franzosen insgesamt fünf neue Modelle auf den Markt gebracht, darunter den neuen Twingo und den Clio Grand Tour. (dpa)

 
 
 
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