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Renault-Staatskredit sorgt für Misstöne
Die staatliche Unterstützung der französischen Autoindustrie hat laut einem Zeitungsbericht erneut für Unmut in Brüssel gesorgt. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia stoße sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstag) an einem staatlichen Darlehen von 100 Millionen Euro, das Renault für die Produktion von Elektroautos erhalten habe. Paris hatte den Kredit an die Bedingung geknüpft, dass der Autobauer den Anteil an Bauteilen von französischen Herstellern innerhalb von zwei Jahren von 40 auf 70 Prozent erhöhe.
Eine solche Bedingung widerspreche aber den Regeln des europäischen Binnenmarkts, schreibt die Zeitung. Frankreich habe in einer von Almunia geforderten Stellungnahme die Kopplung an Bedingungen von der Hand gewiesen, zitiert das Blatt aus einem Schreiben des Wettbewerbskommissars. Die Kommission wolle nun "aufmerksam verfolgen", ob die Bedingungen zur Anwendung kommen.
Frankreich hatte die europäischen Wettbewerbshüter schon Anfang 2009 herausgefordert, als zinsgünstige Milliardenkredite für die heimischen Autobauer PSA Peugeot Citroën und Renault an den Erhalt von Arbeitsplätzen im Inland geknüpft wurden (wir berichteten). Staatspräsident Nicolas Sarkozy schwächte die Forderung daraufhin zu einer "moralischen Verpflichtung" ab. (dpa)
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(Foto: ddp / Michael Kappeler)
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