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Renault will Technologien beisteuern, um den russischen Lada-Hersteller Avtovaz wettbewerbsfähig machen.
Lada-Rettung
Renault will kein Geld zuschießen
Renault will kein zusätzliches Geld investieren, um den angeschlagenen russischen Lada-Hersteller Avtovaz zu retten. "Wir werden kein Geld zuschießen, aber Technologien, um die Produktionsanlagen wettbewerbsfähig zu machen", sagte Christian Estève, Chef der Region Eurasie bei Renault und Mitglied im Aufsichtsrat von Avtovaz, unter anderem dem "Handelsblatt" (Dienstag). Russlands Regierungschef Wladimir Putin hatte damit gedroht, den 25-Prozent-Anteil von Renault bei Avtovaz zu verwässern, sollten die Franzosen sich nicht an den nötigen Milliardeninvestitionen beteiligen (wir berichteten). Der russische Konzern entlässt nach eigenen Angaben bis Jahresende rund 5.000 Mitarbeiter. Allerdings befürchtet die Belegschaft die Streichung von weiteren etwa 27.000 der derzeit rund 100.000 Stellen bei Avtovaz. Nach Medienberichten braucht Avtovaz eine Finanzspritze von insgesamt 86 Milliarden Rubel (rund zwei Millarden Euro). Renault war 2008 beim russischen Marktführer für eine Milliarde Dollar eingestiegen. Zuletzt hatte Avtovaz noch mitgeteilt, dass Renault bis 2012 rund 240 Millionen Euro investieren wolle. Estève machte deutlich, dass das französische Unternehmen seinen Anteil behalten wolle, jedoch nur unter der Bedingung keiner weiteren Investitionen. Am 10. November wolle Renault mit der russischen Regierung über die Pläne zur Sanierung des Autoriesen beraten. Renault hatte selbst im ersten Halbjahr wegen der Absatzkrise tiefrote Zahlen geschrieben. "Sie hätten gewollt, dass wir viel Geld investieren, weil Avtovaz Geld braucht, aber wir haben keine großen Summen", sagte Geschäftsführer Patrick Pélata der Moskauer Zeitung "Wremja Nowostej" zufolge. Auch in Russland ist der Autoabsatz wegen der Finanzkrise insgesamt um mehr als die Hälfte von 2,9 auf 1,4 Millionen Fahrzeuge eingebrochen. Die Lada-Produktion ist im freien Fall. Avtovaz hatte eingeräumt, keine konkurrenzfähigen Modelle zu produzieren. Die russische Regierung hat dem hoch verschuldeten Konzern eine Finanzspritze zugebilligt und berät weiter über den Ausweg aus der Krise. Nach der Modernisierung soll die Produktion bei Avtovaz 2014 auf etwa 860.000 Fahrzeuge pro Jahr mehr als verdoppelt werden. (dpa)
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(Foto: Renault/Archiv/AHO-Montage)
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