Samstag, 26.05.2012
14.07.2009
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Eurotax-Schwacke

Restwerte weiter im Sinkflug

Risikomanagement bei den Restwerten ist das Gebot der Stunde für die Autohändler. "Es gibt keine Bad Bank. Die Werte sind weg", sagte Eurotax-Schwacke Geschäftsführer Michael Bergmann am Dienstag in Frankfurt. Er zerstreute damit Hoffnungen, der Markt könne sich wieder erholen, und der Handel könne die verlorenen Werte später wieder realisieren. Bergmann präsentierte eine Studie des Fahrzeugbewerters, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Restwerte zum Beispiel von Oktober 2008 bis April 2009 bei den dreijährigen Fahrzeugen um durchschnittlich 6,2 Prozent gefallen sind. "Wenn man die Risiken über alle Segmente im deutschen Markt aus dem Jahr 2008 addiert, kommt man auf 3,1 Milliarden Euro Verluste." Zwischen 2005 und 2008 seien die Restwerte dagegen "nur" um 3,4 Prozent gesunken. Der Verfall habe sich somit seit der Wirtschaftskrise beschleunigt. Das sei aber nicht der Abwrackprämie zuzuschreiben, betonte Bergmann: "Die Ursache liegt vielmehr in der chronischen Produktionsüberkapazität der Automobilindustrie, die in der Vergangenheit zu einem stetig steigenden Rabattniveau führte." Und nächstes Jahr werde es noch schlimmer: Da die Abwrackprämie zu vielen Vorzieh- und Mitnahmeeffekten geführt hat, geht Eurotax davon aus, dass nächstes Jahr eine Million Neuwagenverkäufe an Privatpersonen fehlen werden. Da der Firmenkundenbereich etwas anziehen werde, werden die reinen Neuzulassungen gegenüber dem Prämienjahr 2009 "nur" um 20 Prozent zurückgehen. Aber: "Private Käufer werden auch 2010 die gleichen Rabatte fordern wie 2009." Der harte Kampf um die verbleibenden Kunden entwickle sich also zu einer weiteren Rabattschlacht und werde damit zu weiter sinkenden Restwerten führen. Der Fahrzeugbewerter geht davon aus, dass die Restwerte in den nächsten fünf Jahren das Niveau von 2008 nicht mehr erreichen werden. Restwertmanagement realistisch planen Händlern rät Bergmann deshalb dringend zum Restwertmanagement mit einer realistischen Volumen und Gesamtkosten-Planung. Voraussetzung dafür sei, dass die Betriebe sich zunächst über das Risiko, das die künftigen Leasingrückläufer für sie bedeuten, klar werden. Dann müssten aus der spezifischen Situation Handlungsoptionen überlegt werden. "Für die einen Händler kann es sinnvoll sein, Fahrzeuge früher aus dem Leasing zu holen, andere sollten vielleicht versuchen, Leasingverträge zu verlängern." Eurotax bietet für das Restwerte-Risikomanagement ein eigenes Tool an. Darin kann auch simuliert werden, was passiert, wenn man Leasingverträge verlängert oder verkürzt. (dp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

15. Juli 2009 13:31
Heinz Kretschmer meint:
...keine neuen Erkentnisse oder Weisheiten-
Unternehmer(im Wortsinn)sind gefordert!
Heinz Kretschmer


14. Juli 2009 21:47
Udo Winkler meint:
im folgenden kann diesem bericht nur zugestimmt werden. Solange Überkapazitäten von den Herstellern produziert werden sinken die Restwerte drastisch weiter. Grundsätzlich behandelt der Automobilhandel die Leasingrückläufer auch in der Vermarktung nicht mit letzter Konsiquenz. In der Regel kommt das Fahrzeug zurück ,mit einem unrealistischen Restwert .Das Fahrzeug wird nun nicht dem allgemeinn Markt angepasst ausgezeichnet, sondern nach der mathematischen Formel (Restwert+Deckungsbeitrag)ergibt Verkaufspreis.
vielen Händlern ist hier nicht bewusst das solche verkaufsstrategien das aus für den Verkauf des Pkw sein wird. Zumal nicht alle Hertseller Restwertstützen dem Handelspartner geben, macht eine Vermarktung letztendlich nicht einfacher. Insgesamt sollten die Leasingsystem inklusive Restwert neu angedacht werden, es ist höchste Eile geboten. die Kunden werden sich ab 2010 auf angepasste Restwerte einstellen müssen, das heisst die Leasingraten sind höher. Viele Kunden werden ziemlich ärgerlich mit den Händlern umgehen. ein Obstbaum kann nur gesunden wenn er das faule Obst abwirft, nichts anders wird ab 2010 und den folgenden Jahren passieren. von ca 11000 Händlern werden sicherlich 50% die kommenden Jahre nicht überleben.

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