Die ums Überleben kämpfenden US-Autobauer sind einer dringend benötigten Milliardenhilfe ein wichtiges Stück näher gerückt. Die Demokraten im US-Kongress und das Weiße Haus nahmen am Montag Verhandlungen über eine Gesetzesvorlage für einen Rettungsplan auf, der 15 Milliarden Dollar (11,5 Mrd. Euro) an Notkrediten vorsieht. Das Darlehen an die drei großen Autobauer sei jedoch an eine scharfe Kontrolle der Verwendung der Gelder geknüpft, berichteten US-Medien. Die Opel-Mutter General Motors, Chrysler und Ford hatten vergangene Woche bei Kongressanhörungen allerdings insgesamt 34 Milliarden Dollar an Krediten gefordert. "Ich bin durch die bisherigen Diskussionen sehr ermutigt", sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Montagnachmittag (Ortszeit). US-Medien meldeten jedoch, dass es Vorbehalte des Weißen Hauses den Vorschlägen gegenüber gebe. Der Regierung seien die Vorstellungen der Demokraten nicht strikt genug, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Er werde befürchtet, dass kaum überlebensfähige Unternehmen einen Anreiz erhielten, ebenfalls um staatliche Hilfen zu bitten. Auf Drängen der US-Regierung soll laut "Washington Post" ein "Auto-Zar" benannt werden, der die vom Kongress verlangte Umstrukturierung der Unternehmen überwache. Dem Plan der Demokraten zufolge würde der Kredit am 15. Dezember an die Unternehmen gehen. Zwei Monate später solle es eine Bestandsaufnahme der bis dahin erreichten Umstrukturierung geben. Falls die Ergebnisse nicht zufriedenstellend seien, könnte der Kredit dann auch wieder zurückgezogen werden. Bis zum 31. März 2009 müssen die Autobauer außerdem Pläne vorlegen, wie sie sich auf lange Sicht neu aufstellen wollen, hieß es.
US-Autobauer: Rettungspaket rückt näher
Das Rettungspaket für die angeschlagenen US-Autobauer nimmt Formen an. Der US-Kongress nahm Verhandlungen über die Kreditbedingungen mit der Regierung auf. Indes wurden weitere Details der Hilfsvoraussetzungen bekannt.