Samstag, 26.05.2012
23.02.2010
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Bilanz 2009

Rot, roter, Conti

Continental hat im vergangenen Jahr aufgrund der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise tiefrote Zahlen geschrieben. Unterm Strich standen Rekordverluste in Höhe von rund 1,65 Milliarden Euro, rund eine halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Das teilte Conti am Dienstag in Frankfurt mit. Der Umsatz sank angesichts von Markteinbrüchen in der Automobilindustrie um 17 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro. "Das zurückliegende Jahr hat uns einiges abverlangt", sagte Conti-Chef Elmar Degenhart. 2010 strebt der Konzern nun die Wende an. Im vergangenen Jahr hätten verunsicherte Banken und zwischenzeitlich so gut wie ausgetrocknete Finanzmärkte den hoch verschuldeten Konzern mit Sitz in Hannover "ins Mark" getroffen. Dazu seien bislang ungekannte Markteinbrüche gekommen. Die Ertragsbasis sei weggerissen worden. Das Konzernergebnis unterm Strich sei "absolut unbefriedigend". Neben dem massiven Umsatzrückgang belasteten vor allem hohe Sondereffekte die Bilanz – hohe Abschreibungen auf den Unternehmenswert im Zusammenhang mit dem Kauf der früheren Siemens-Sparte VDO sowie Aufwendungen für Werksschließungen. Insgesamt schlugen die Belastungen durch Sondereffekte mit 1,76 Milliarden Euro zu Buche. Bereinigt um Sondereffekte sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um ein Drittel auf rund 1,16 Milliarden Euro. "Wieder mehr Tempo aufnehmen" Auf das Jahr 2010 blicke Conti nun aber mit vorsichtigem Optimismus, sagte Degenhart. "Continental wird wieder mehr Tempo aufnehmen." Die Märkte hätten sich wieder belebt. Außerdem werde Conti von einer verstärkten Zusammenarbeit mit Großaktionär Schaeffler profitieren. Conti rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg von mindestens fünf Prozent und einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Ziel sei es, auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen zu erreichen. Dies werde aber nicht einfach, weil es weiterhin Sonderbelastungen gebe. So laufe die Restrukturierung weiter. Eine Dividende soll es daher auch für das Jahr 2010 nicht geben.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Stellenabbau auch 2010 – Kein Verkauf der Reifensparte

 
 
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