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Autokrise
Ruf nach Staatshilfe wird lauter
Angesichts der Flaute am Automarkt haben der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Importeursverband VDIK staatliche Hilfe in Form zinsgünstiger Kredite für Autokäufer gefordert. Ein umfassendes Programm der staatlichen KfW Bankengruppe mit zinsgünstigen Krediten zum Erwerb sparsamerer Fahrzeuge könnte die Erneuerung der deutschen Automobilflotte einleiten, erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Dienstag. Zugleich verlangte er, dass die geplante Reform der Kfz-Steuer nach Schadstoffausstoß rasch umgesetzt wird. VDIK-Präsident Volker Lange schlug vor, Pkw ab sofort entsprechend ihrer CO2-Emissionen beispielsweise für die Zeiträume zwei, drei oder vier Jahre steuerlich zu befreien. Analog zur früheren Förderung der Abgasstufen Euro3/4 könnten auch Fahrzeuge der Abgasnorm Euro5/6 von der Kfz-Steuer befreit werden. Pläne dazu lägen der Bundesregierung bereits vor. Solch staatliche Hilfen hält das Kieler Institut für Krisenforschung dagegen für falsch. "Das wäre eine unsinnige Reaktion auf einen normalen konjunkturellen Abschwung", sagte der Leiter und Volkswirt Frank Roselieb. "Man kann die Menschen nicht dazu verpflichten, ein neues Auto zu kaufen", meint auch der frühere BMW-Chefvolkswirt und heutige Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation, Helmut Becker. "Da kann man Ihnen noch so viel Geld in die Tasche stecken." Nach Ansicht der Autoindustrie sollten zudem aus dem europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung größere Mittel als vorgesehen für die Branche bereitgestellt werden. Die Hersteller müssten Milliarden in die Entwicklung verbrauchsarmer Autos investieren. "Die Politik würde damit ein wichtiges Zeichen setzen, dass Mobilität für den Verbraucher nicht teurer wird", sagte Wissmann.
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