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Experten gehen davon aus, dass der russische Automarkt bereits im April zu wachsen beginnt.
Marktbericht
Russlands Automarkt vor Erholung
Der russische Automarkt beginnt sich allmählich aus der Abwärtsspirale zu lösen. Wie der Marktbeobachter BDW Automotive mitteilte, gingen die Pkw-Verkäufe im März im Vergleich zum Vorjahr lediglich um sieben Prozent auf rund 126.600 Einheiten zurück. Damit lägen sie bereits über dem Durchschnittswert von 2009. Insgesamt habe sich das 1. Quartal mit 292.700 verkauften Einheiten (minus 24,9 Prozent) aber schwach entwickelt, hieß es.
Die Experten gehen davon aus, dass der russische Automarkt bereits im April zu wachsen beginnt. Dafür spreche nicht nur die allgemeine Verbesserung der Wirtschaftslage, sondern auch die am 8. März gestartete Abwrackprämie. Die Besitzer von Gebrauchtwagen ab zehn zehn Jahren erhalten demnach einen staatlichen Zuschuss von 50.000 Rubel (ca. 1.270 Euro) beim Kauf eines neuen Autos, wenn sie ihr altes verschrotten lassen. Allerdings gilt diese Regelung nur für insgesamt 66 Modelle, die in Russland hergestellt werden und eine bestimmte Fertigungstiefe haben.
Laut BDW wurde die Prämie bereits rund 150.000 Mal beantragt. Allein den Händlern des Lada-Herstellers AvtoVAZ lägen 83.000 Anträge vor, hieß es. Das Programm läuft bis Ende November, Nach Meinung der Experten wird der Fördertopf, der für nur 200.000 Prämien ausreicht, bereits Anfang Juli leer sein.
Lada profitiert am meisten
Am meisten hat den Marktbeobachtern zufolge bisher AvtoVAZ von der Verschrottungsprämie profitiert. Im März habe der Lada-Produzent 7.109 Autos im Rahmen des staatlichen Förderprogramms abgesetzt. Auch ausländische Marken konnten die Prämie nutzen. So verkaufte etwa Ford 467 in Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg montierte Focus, was acht Prozemt des gesamten Absatzes dieses Modells im März ausmachte.
Auch das deutsche Premium-Trio Mercedes-Benz, BMW und Audi, deren Modelle unter kein staatliches Förderprogramm fallen, steigerten laut BDW ihren Absatz seit Jahresbeginn. BMW verbesserte demnach im ersten Quartal sein Ergebnis um 12,1 Prozent. Der bayerische Importeur ist mit 4.495 verkauften Einheiten und einem Marktanteil von 1,5 Prozent erfolgreichster Premium-Anbieter in Russland. Audi steigerte den Absatz um 19,9 Prozent auf 3.958 Einheiten. Bei Mercedes-Benz wuchsen die Verkäufe um 16,6 Prozent auf 3.258 Stück.
Opel hingegen verlor in den ersten drei Monaten 50,7 Prozent. Auch im März war der Absatz der Rüsselsheimer mit einem Minus von 40 Prozent stark rückläufig. Auch bei VW ging der Absatz zurück: um 23,2 Prozent auf 9.478 Einheiten. (se)
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(Foto: iStockphoto/Archiv/AHO-Montage)
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