Samstag, 26.05.2012
02.12.2009
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Verkauf oder Schließung

Saab bekommt Frist bis Ende Dezember

Der vom Aus bedrohte schwedische Autohersteller Saab hat aus den USA eine letzte Frist von 30 Tagen bekommen. Bis dahin muss sich ein Käufer finden, sonst wird das für seine technisch hochwertigen Modellreihen bekannte Unternehmen abgewickelt. Nach dieser Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM) in Detroit sprachen sich Regierungsvertreter, Gewerkschaften und Betriebsräte in Schweden für eine gemeinsame "nationale Anstrengung" zur Rettung von Saab aus. Saab-Chef Jan Åke Jonsson meinte nach der Detroiter Entscheidung für eine 30-Tage-Frist zum Verkauf: "Das ist unter den gegebenen Bedingungen das Beste, was möglich war. Jetzt müssen wir alle Segel setzen, damit es mit einer Übernahme klappt." Nach Stockholmer Medienangaben liegen GM zwei Angebote vor. Vom Pekinger Autokonzern BAIC hieß es, dass im Fall einer Übernahme mit der kompletten Verlagerung der Produktion nach China gerechnet werden müsse. BAIC war als Finanzier auch an einem in letzter Minute gescheiterten Übernahmeversuch durch die kleine schwedische Sportwagen-Firma Koenigsegg beteiligt. Ein weiteres Angebot soll vom US-Finanzinvestor Renco Group in Detroit eingegangen sein. Als wenig realistisch wurde dagegen das Interesse des kleinen niederländischen Sportwagenbauers Spyker Cars mit russischen sowie arabischen Investoren eingestuft. Saab mit derzeit 3.400 Beschäftigten hat seit 20 Jahren fast durchweg Verluste eingefahren und dieses Jahr mit weniger als 50.000 verkauften Autos 65 Prozent seines Absatzes verloren. Der schwedische Wirtschafts-Staatssekretär Jöran Hägglund äußerte sich skeptisch, ob GM kurz nach der überraschenden Ablösung von Henderson an der Konzernspitze in der Lage sein werde, schnell über einen Verkauf zu entscheiden. EU-Kredite weiter offen Völlig ungeklärt sind auch die Möglichkeiten für dringend benötigte EU-Kredite zur Sanierung von Saab. Die bereits weitgehend ausgehandelte Übernahme durch den Edel-Sportwagenbauer Koenigsegg war im November vor allem daran gescheitert, dass die Bewilligung von 450 Millionen Euro durch EU-Instanzen über fast ein halbes Jahr nicht zustande gekommen ist. (dpa)

 
 
 
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