Samstag, 26.05.2012
23.02.2010
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Verkauf

Saab geht endgültig an Spyker

Neuanfang für Saab: Der US-Konzern General Motors (GM) hat den schwedischen Autohersteller endgültig an den kleinen niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft. Nun soll die Produktion wieder anlaufen. Unter anderem wolle man im Jahresverlauf das neue Modell der Saab-Serie 9-5 ausliefern, kündigte Konzernchef Jan-Åke Jonsson an. Spyker-Chef Victor Muller nannte als Ziel für die kommenden zwei bis drei Jahre den Verkauf von jährlich mindestens 100.000 Autos. Er bestätigte in Stockholm die Unterzeichnung des seit Wochen fertig ausgehandelten Kaufvertrages mit GM. "Jetzt konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, Saab wiederzubeleben und in ein vitales, gewinnbringendes Unternehmen zu verwandeln", sagte der in Schweden nicht unumstrittene Niederländer. GM-Vizepräsident John Smith erklärte: "Heute ist ein großer Tag für die Saab-Beschäftigten, die Händler und Lieferanten, aber auch für Millionen Saab-Kunden und - Fans." Muller wollte erneut die Finanziers hinter der ausschließlich durch Kredite finanzierte Übernahme nicht nennen. Vor allem wegen lange unsicherer Kredite durch die Europäische Investitionsbank (EIB) und Garantien durch Schwedens Regierung galt die Übernahme wochenlang als unsicher. Das schwedische Unternehmen beantragte ebenfalls am Dienstag bei Gericht die Aufhebung der im Januar eingeleiteten "freiwilligen Liquidation". Sie gilt als Voraussetzung für neue Zulieferungen und das Wiederanlaufen der fast völlig ruhenden Produktion in den kommenden drei bis vier Wochen. Saab hatte im letzten Jahr nur noch knapp 40.000 Autos verkauft und als Tochter von GM seit 1990 fast ununterbrochen rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen beschäftigt 3.500 Mitarbeiter. Spyker selbst stellt in den Niederlande hochwertige Sportwagen in sehr kleiner Stückzahl her. Jahresproduktion von 120.000 Autos geplant Die neuen Besitzer wollen mit einer Jahresproduktion von 120.000 Autos die Gewinnzone erreichen. Muller bestätigte, dass der russische Spyker-Aufsichtsratschef Wladimir Antonow nach den Bestimmungen des Kaufvertrages mit GM sechs Jahre lang nicht an dem Geschäft mit Saab beteiligt werden darf. Gegen seine Mitwirkung hatte der US- Geheimdienst CIA bei GM interveniert, weil Antonow Verbindungen zu Mafiakreisen nachgesagt werden (wir berichteten). (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

25. Februar 2010 21:59
J-GWichert meint:
Da Saab´s Individualität und Unabhängigkeit wieder stärker im Fokus und Bewusstsein ist, werden selbst mit aktuellen und bald verfügbaren Fahrzeugen 120.000 Fahrzeuge erreichbar sein.
Herr Schulz, wahrscheinlich haben Sie weder die Marke, ihre Produkte, noch ihre Fans verstnden, sonst könnten Sie nicht so einen polemischen Kommentar abgeben.


24. Februar 2010 15:37
R.Schultz meint:
Wo wollen die Herrschaften 120000 Saab Fahrzeuge verkaufen?
Zuletzt waren es doch auch nur 30000 FZG oder ein paar mehr....
Träumt weiter!

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