20.02.2009
Autokrise
Saab geht in die Insolvenz
Als erster europäischer Autohersteller hat Saab in der aktuellen Krise die Insolvenz beantragt und steht damit vor dem Aus. Die Saab-Spitze kündigte am Freitag im schwedischen Trollhättan einen neuen Anlauf zum Überleben ohne den US-Mutterkonzern General Motors (GM) an. Beobachter nannten dabei auch ein Zusammengehen des vergleichsweise kleinen schwedischen Herstellers mit der deutschen GM-Tochter Opel als Möglichkeit.
Der als Insolvenzverwalter eingesetzte Anwalt Guy Lofalk bestätigte den rund 4.100 Beschäftigten in Trollhättan, dass Saab die Autoproduktion vorerst unverändert fortsetzt. Man werde auch bei der Automesse in Genf in gut zwei Wochen "kraftvoll und dynamisch die zukunftsträchtigen Saab-Modelle vorstellen", kündigte der bisherige Konzernchef Jan Ake Jonsson an.
Wie sich die Entwicklung in Schweden auf Saab Deutschland und die deutschen Händler auswirken wird, ist zurzeit noch völlig unklar. Saab Deutschland wollte die Ereignisse auf Anfrage nicht kommentieren. Frank Jaenicke, Vorsitzender des Verbands der deutschen Saab Vertragspartner Deutschland, sagte gegenüber AUTOHAUS Online, dass es hierzulande noch keine Zukunftsszenarien gebe. "Dazu gibt es momentan auch keine Veranlassung, denn die Saab Deutschland GmbH ist in keiner Weise betroffen." Das Tagesgeschäft im Handel laufe ganz normal weiter. Dass sich Saab in Schweden unter Gläubigerschutz gestellt habe, sein ein positiver Schritt.
Info-Katalog für Händler geplant
"Saab ist durchaus in der Lage, profitabel Autos zu bauen und zu vermarkten", sagte Jaenicke. In der kommenden Woche will der Partnerverband für alle Mitglieder einen Katalog mit den wichtigsten Infos und Fragestellungen zur aktuellen Entwicklung erarbeiten. Mit dem Importeur sei man bereits im Gespräch.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: GM sichert Finanzierungshilfen zu – "Veraltete Modelle"
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(Foto: Saab/Archiv/AHo-Montage)
24. Februar 2009 08:01
A meint:
Also ich kann T.B. nur zustimmen,
genauso sehe ich die Sache auch,
auch wenn ich nicht genau weiß, ob ich selbst meinen Job behalten werde, da die Krise auch bei meiner Firma nicht spurlos vorübergeht und starke Einschnitte verkündet wurden,
bin ich trotzdem nicht dafür Unternehmen Geld in den Rachen zu schmeißen, die durch Fehlverhalten und Fehlmanagement in die Krise gerutscht sind. Das ist schließlich unser aller hartverdientes Geld, dass diese UNternehmen wie Opel/GM und Schäffler "zugeschmissen" bekommen.
23. Februar 2009 20:50
SS-Ute meint:
TB- was heisst das überhaupt?
google mal nach ss-ute.....
Meine Meinung:Für wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu setzen, ist immer noch unsere (Welt)-Politik verantwortlich. Diese Politik hat nicht nur bei uns, sondern weltweit versagt, denn durch fehlende Kontrolle sind wir erst in eine Weltwirtschaftskrise gestürzt. Dies jetzt einfach als verfehlte Modellpolitik oder irgendwelche unternehmerissche Fehlleistungen hinzustellen, ist doch zu kurz gesprungen!
Die Verursacher sind in erster Linie in der Politik und in der Investmentbranche zu finden, und nicht in den Unternehmen, die sich plötzlich mit ganz anderen Marktbedingungen konfrontiert sehen. Sämtllche zeitliche Umstrukturierungsmaßnahmen, die auf den Weg gebracht wurden, sind plötzlich durch die Ereignisse über den Haufen geworfen worden. Die haben schon ihre Hausaufgaben gemacht, wurden aber durch die Misere eiskalt erwischt. (Absatzeinbrüche von bis zu 55%). Und noch etwas: Macht VW jetzt aus Jux Kurzarbeit - mitten in der Abwrackprämien-Boom-Phase???
Hat VW nicht vor einigen Jahren riesige Steuererleichterungen und Subventionen bekommen? Mir tun auch die Arbeiter leid - aber alle - nicht nur in manchen Unternehmen!! Sollen wir dann einfach anderen Ländern das Bauen von Autos (vielleicht Asien) ganz überlassen - wie so vieles?
23. Februar 2009 16:46
T.B meint:
An SS-UTE: Bitte nicht beleidigen werden. (Was heißt eigentlich das SS kann man falsch verstehen)
Ich bin jedenfalls nicht der Meinung das irgendein Staat Geld in ein Unternemen pumpen soll was geldgierig ist , bitte dazu mal die Entwicklung von GM genau beobachten, GM versucht es schon seit 20 Jahren sich auf Kosten anderer zu sanieren und irgendwann ist dann halt mal Ende.
Währe jetzt nicht die Finanzkriese würde es bei GM vielleicht erst in 2bis 3 Jahre soweit gekommen. Die Finanzkriese zeigt doch nur das die Unternehmen nicht die richtigen Produkte und Leistungen haben. Andere Unternehmen werde die Krise meistern weil sie solide gearbeitet haben.
Jeder kleine Unternehmer wird nicht unterstütz und muss sehen wo er bleibt. Ich sehe die Finanzkrise als ein reinigend Gewitter und wenn es vorbei ist wird es auch wieder vorwährts gehen. Ist ja nicht das erste mal das es eine Krise gibt und wird auch nicht das letzte mal so sein.
Mir tuen nur die Arbeiter leid die Ihren Job verlieren.
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