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Autokrise
Saab geht in die Insolvenz
Als erster europäischer Autohersteller hat Saab in der aktuellen Krise die Insolvenz beantragt und steht damit vor dem Aus. Die Saab-Spitze kündigte am Freitag im schwedischen Trollhättan einen neuen Anlauf zum Überleben ohne den US-Mutterkonzern General Motors (GM) an. Beobachter nannten dabei auch ein Zusammengehen des vergleichsweise kleinen schwedischen Herstellers mit der deutschen GM-Tochter Opel als Möglichkeit. Der als Insolvenzverwalter eingesetzte Anwalt Guy Lofalk bestätigte den rund 4.100 Beschäftigten in Trollhättan, dass Saab die Autoproduktion vorerst unverändert fortsetzt. Man werde auch bei der Automesse in Genf in gut zwei Wochen "kraftvoll und dynamisch die zukunftsträchtigen Saab-Modelle vorstellen", kündigte der bisherige Konzernchef Jan Ake Jonsson an. Wie sich die Entwicklung in Schweden auf Saab Deutschland und die deutschen Händler auswirken wird, ist zurzeit noch völlig unklar. Saab Deutschland wollte die Ereignisse auf Anfrage nicht kommentieren. Frank Jaenicke, Vorsitzender des Verbands der deutschen Saab Vertragspartner Deutschland, sagte gegenüber AUTOHAUS Online, dass es hierzulande noch keine Zukunftsszenarien gebe. "Dazu gibt es momentan auch keine Veranlassung, denn die Saab Deutschland GmbH ist in keiner Weise betroffen." Das Tagesgeschäft im Handel laufe ganz normal weiter. Dass sich Saab in Schweden unter Gläubigerschutz gestellt habe, sein ein positiver Schritt. Info-Katalog für Händler geplant "Saab ist durchaus in der Lage, profitabel Autos zu bauen und zu vermarkten", sagte Jaenicke. In der kommenden Woche will der Partnerverband für alle Mitglieder einen Katalog mit den wichtigsten Infos und Fragestellungen zur aktuellen Entwicklung erarbeiten. Mit dem Importeur sei man bereits im Gespräch.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: GM sichert Finanzierungshilfen zu – "Veraltete Modelle"
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(Foto: Saab/Archiv/AHo-Montage)
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