Samstag, 26.05.2012
30.10.2008
Share |
Regierungspläne

Saubere Neuwagen zwei Jahre steuerfrei

Zur Ankurbelung des schleppenden Autogeschäfts sollen Käufer von Neuwagen vorübergehend von der Kraftfahrzeug-Steuer befreit werden. Nach Plänen der Bundesregierung soll für schadstoffarme Pkw die Kfz-Steuer bis zu zwei Jahre erlassen werden. Für alle anderen Neuwagen – unabhängig von Hubraum und Umweltverträglichkeit – soll die Ausnahme ein Jahr lang gelten. Die Autokäufer würden so um bis zu 1,5 Milliarden Euro entlastet. Von 2011 an soll die Kfz-Besteuerung dann aber vom Hubraum auf den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) umgestellt werden, wie es am Donnerstag im Bundesfinanzministerium in Berlin weiter hieß. Einen entsprechenden Vorschlag will Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) dem Kabinett am Mittwoch unterbreiten. Davor muss er sich noch mit den Ländern über den Ausgleich der Steuerausfälle von bis zu 1,5 Milliarden Euro verständigen. Umweltverbände, die Grünen und der ADAC kritisierten die Pläne: Spritfresser würden begünstigt, was den Klimaschutzplänen der Koalition widerspreche. In der Autoindustrie, die rasch Klarheit bei der Kfz-Steuer sowie massive Staatshilfen forderte, wurden die Pläne dagegen begrüßt. Die befristete Befreiung von der Kfz-Steuer ist Teil der von der Bundesregierung geplanten Konjunkturhilfen. Dazu gehören Investitionshilfen für Gebäudesanierung und Verkehr sowie verbesserte Steuer-Abschreibungen für Firmenanlagen und die höhere Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen in Privathaushalten. Die Autohersteller kämpfen mit einem massiven Nachfrageeinbruch. In zahlreichen Werken sind Produktionsstopps angekündigt.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Pläne nur ein Zwischenschritt – Entscheidung noch nicht gefallen

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

31. Oktober 2008 10:59
Thomas Schüppler meint:
Was passiert mit den 5 bis 9 Jahre alten Auto´s, die bei uns Händlern auf dem Hof stehen und von keinem gekauft werden? Anstatt die Kunden steuerlich zu fördern die sich eh einen neuen Wagen leisten können.
Sollten die Fahrzeughalter die noch einen Euro 1,2 oder 3 Wagen fahren, gefördert werden wenn sie einen Euro4 GW kaufen - wäre auch Umweltschutz. Hilft der Umwelt, den Kunden und uns Händlern und dann auch wieder den Herstellern.


30. Oktober 2008 16:33
Torsten Kroll meint:
Es ist schon fast unglaublich wie naiv unsere Politiker sind. Steuerersparnis auf zwie Jahre gesehen von ca. max 1.000,-€. Wenn das des Rästelslösung wäre ? Wäre es ein einfaches als Hersteller dieses zu verwirklichen. Es sollte vielmehr nicht so viel Panik in den Medien betrieben werden z.B.: BMW macht Grundsätzlich 3 Wochen am Jahresende zu. Und hat nun 2 weitere Wochen geschlossen.


30. Oktober 2008 14:47
wallibelli meint:
Was soll man dazu noch sagen?
Seit zwei Jahren wird dem Publikum eine CO 2 gelenkte KFZ-Steuer versprochen.Nun im Angesicht drohender Arbeitsplatzverluste in deutschen Autofabriken entscheidet man sich für den dreifachen Salto rückwärts. Unabhängig von der Wirkung dieses Programms,konterkariert es die allgemein gewünschte CO 2 Reduktion.Das ist nichts anderes als
Umweltschutz und Energieeinsparung nach Gusto.Die Kunden werden es auf ihre Weise honorieren.Indem sie weiter warten und sich zurückhalten.Schafft endlich diese unsägliche Kfz-Steuer ab.Legt sie auf den Kraftstoffpreis um. Das wäre ein effektives CO 2
Sparprogramm. Dann wissen die Kunden woran sie sind.Zu welchem unsäglichen Image- und Vertauensverlust diese Entscheidzung in der Öffentlichkeit führt ein Beispiel:

Der größte Profiteur dieses Programms ist ein Audi Q 7 V 12 TDI
mit 2,5 t Leergewicht und 300g CO 2 Ausstoß. Max.Steuerersparnis:
1.544,-€.
Am wenigsten profitieren Autos mit geringem CO 2 Ausstoß.
Bei enem Smart Benziner mit 45 kw sind es max.108,-€.

Um es auf den Punkt zu bringen:
In deutschen Fabriken werden wenig CO 2 arme und damit sparsame Autos
gebaut.In der Hoffnung auf Erhalt der Arbeitsplätze verzichtet man auf allseits geforderte CO 2 Reduktionsanstrengungen.Denn "Das Hemd ist den Verantwortlichen näher als die Hose."

5 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1 | 2

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr