Freitag, 24.05.2013
     
22.10.2012
¬ Sicherheit
 
Der Fahrer-Airbag wurde zuerst 1955 angemeldet - ungünstigerweise musste der Fahrer den Luftsack damals bei einem Unfall jedoch selbst auslösen.

Das Volvo-"Prallkissen" wird 25

Am Anfang stand zumindest eine gute Idee: Beim Sicherheitssystem, das im Jahr 1955 zum Patent angemeldet wurde und dem heutigen Konzept stark ähnelt, musste der Fahrer den Airbag beim Unfall noch selbst per Knopfdruck auslösen. Wegen dieser unpraktischen Anwendungsweise dauerte es allerdings noch viele Jahre, bis ein funktionstüchtiger weil selbstauslösender Airbag in der Automobilindustrie verbaut wurde: 1982 testeten z.B. die Göteborger eine Flotte von 200 damit ausgestattete Autos in den USA, 1987 schließlich rollte mit dem Modell 760 ein erstes Volvo-Serienfahrzeug vom Band.

Seither entwickelten zahlreiche Automobilzulieferer und Hersteller das passive Sicherheitssystem weiter. 1992 führte Volvo den Beifahrer-Airbag ein, zuerst in den Modellen 960 und 850. Später folgte der umfassende Seitenaufprallschutz, u.a. durch den Sicherheit spendenden seitlichen Luftsack. Darüber hinaus entwickelten die Schweden den Kopf-Schulter-Airbag.

Doch nicht nur die Insassen profitieren vom Fortschreiten der Sicherheitstechnik. Mittels des Fußgänger-Airbags will der Hersteller den Passantenschutz verbessern. Dabei sollen in der vorderen Stoßstange des Volvo V40 verbaute Sensoren einen Zusammenstoß registrieren und unmittelbar danach die Motorhaube um circa zehn Zentimeter anheben sowie einen Airbag vor der Windschutzscheibe auslösen. "Der geöffnete Airbag und die angehobene Haube tragen gemeinsam dazu bei, die Schwere möglicher Verletzungen deutlich zu reduzieren", wirbt Volvo.

Besseres Timing und Performance

Die eigene Forschungsabteilung arbeitet nicht nur an der Entwicklung neuer Stellen für Airbags, sondern auch an der Verbesserung der bestehenden Systeme: "Einen Airbag zu entwickeln, ist nicht die große Kunst", erklärte Lennart Johansson, Leiter des Geschäftsbereichs Insassensicherheit bei Volvo. Vielmehr müssten Timing und Performance verbessert werden. In Deutschland wollte die gegen Anglizismen aller Art zu Feld ziehende Stiftung Deutsche Sprache das Sicherheitssystem übrigens in "Prallkissen" umtaufen. (msh)

 

Copyright © 1999 - 2013 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Volvo)

 


Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

22. Oktober 2012 15:32
DJ meint:

Mercedes-Benz kam bereits 1981 beim W126 mit dem ersten Fahrer-Airbag ab Werk als Sonderausstattung raus. 1987, also vor 15 Jahren führten die Stuttgarter dann den Beifahrer-Airbag (ebenfalls zunächst gegen Aufpreis) ein.
Somit war Mercedes-Benz schneller als Volvo, was das Angebot ab werk betrifft.

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

Klassik Recht

Bundesgerichtshofsbeschluss

Oldtimer-Urteile

Entscheidungen zum rollenden Kulturgut.

zur Übersicht »

Klassik Checkliste

Werkstattannahme von Oldtimern

Welche Besonderheiten sind bei der Hereinnahme zu beachten?

mehr »

Klassik Termine

24.05.2013 | Villa d'Este / Italien

Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2013

14.06.2013 | Friedrichshafen / Deutschland

Klassikwelt Bodensee Friedrichshafen 2013

17.07.2013 | Gröbming / Österreich

Ennstal Classic Gröbming 2013

18.08.2013 | Carmel / USA

Concourse d'Elégance Pebble Beach 2013

Hersteller

75 Jahre BMW Roadster

Fragebogen

Wie unterstützen die Traditionsabteilungen deutscher Hersteller die Arbeit der Betriebe?

zum Download »

Die interaktive Rallye-Karte

ah-classic-rallye2012.jpg

AUTOHAUS Santander Classic Rallye 2012

Sehen Sie die Etappenziele auf einen Blick und erhalten Sie alle Hintergrundinformationen zur Rallye!


Zur interaktiven Karte »