Samstag, 26.05.2012
26.05.2009
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Quartalsverlust

Sixt dreht wieder an der Preisschraube

Sixt nimmt einen neuen Anlauf zu kräftigen Preiserhöhungen. Firmenkunden sollten bis zu zehn Prozent mehr zahlen, kündigte Konzernchef Erich Sixt am Dienstag in München an. Wenn Firmen die höheren Preise nicht zahlen wollten, sei Sixt bereit, sich von ihnen zu trennen. "Wir sind so entschlossen wie wir es zuvor nie waren." Auch bei Privatkunden hat Sixt die Preise nach Angaben eines Sprechers leicht erhöht. Mit dem Versuch, ein komplett neues Preismodell einzuführen, war Sixt im Frühjahr allerdings gescheitert (wir berichteten). Nach Kundenprotesten wurde eine Abrechnung mit Zusatzgebühren für mehr als 200 Kilometer pro Miettag wieder abgeschafft. Derzeit profitiert Sixt nach eigener Einschätzung von einem knappen Angebot an Mietwagen, da die Autovermieter ihre Flotten infolge der Wirtschaftskrise reduziert hätten. "Verfügbarkeit ist ein Problem", sagte Sixt. Die Nachfrage bleibe hingegen stabil, da viele Geschäftskunden aus Kostengründen vom Flugzeug auf den Mietwagen umgestiegen seien. "Die Controller haben die Macht in den Unternehmen gewonnen und sind eifrig dabei, Reisekosten zu kürzen." Auch Sixt hatte seine Flotte im ersten Quartal deutlich reduziert und unter anderem dadurch einen Verlust eingefahren. Unter dem Strich entstand ein Fehlbetrag von 26,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 24,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 7,2 Prozent auf 376,7 Millionen Euro. "Dass die ersten drei Monate ein Übergangsquartal werden, haben wir erwartet", sagte Sixt. Durch die Verringerung der Fahrzeugflotte profitiere Sixt erst im weiteren Verlauf des Jahres von den branchenüblichen Mengenboni der Autohersteller. Dieser Effekt habe das Unternehmen zum Start ins Jahr belastet. Im Geschäft mit der Autovermietung sei der Umsatz aber bei 176,8 Millionen Euro nahezu stabil geblieben. Ziel für das Gesamtjahr bleibe ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern. (dpa)

 
 
 
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