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Buchung via Handy, Wagenschlüssel aus dem Spender: Erich Sixt arbeitet intensiv an automatisierten Anmietungen.
Quartal II
Sixt kehrt in Gewinnzone zurück
Nach einem Verlust zum Jahresauftakt ist Sixt im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone gefahren. Zwischen April und Ende Juni lag der Gewinn bei 4,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren allerdings noch gut 20 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 40,7 auf 22,4 Millionen Euro. Der Umsatz gab vor allem wegen einer Verkleinerung der Flotte um fast zehn Prozent auf 406 Millionen Euro nach. "Ich denke, wir haben uns wacker geschlagen, besonders im Hinblick auf die Ertragslage des Wettbewerbs", sagte Vorstandschef Erich Sixt am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Sixt ist derzeit auf Sparkurs, um die Auswirkungen der Rezession und die gesunkene Nachfrage nach Mietwagen zu kompensieren. Neben den Transport- und Energiekosten wird auch beim Personal gespart. "Wir haben derzeit einen faktischen Einstellungsstop", erklärte Sixt. Außerdem sollen nicht alle freiwerdenden Stellen neu besetzt werden. Wie viele der zuletzt knapp 2.200 Arbeitsplätze auf diesem Weg wegfallen könnten, wollte der Unternehmer aber nicht beziffern. "Das ist kein großartiges Personalabbauprogramm. Das gibt es bei Sixt nicht." Parallel hatte Sixt zuletzt außerdem die Preise erhöht. Dies sei von den Kunden meist auch akzeptiert worden. "Nur eine überschaubare Menge an Kunden folgt uns nicht." Deutschlands größte Autovermietung will außerdem verstärkt Internet und Automaten nutzen, um Kosten zu sparen. "Wir arbeiten intensiv an automatisierten Anmietungen", sagte Sixt. Geplant sei, dass Kunden über Internet oder Handy einen Wagen buchen und am Abholort ihre Kreditkarte in einen Automaten stecken, der dann die Wagenschlüssel ausspuckt. Der bisher meist noch fällige Gang zum Schalter soll dann entfallen. Er rechne damit, dass auf diesem Weg künftig etwa 20 Prozent der Vermietungen abgewickelt werden könnten. Viele Kunden dürften weiter Wert auf die persönliche Ansprache am Schalter legen, so Sixt. Deutlicher Überschuss erwartet Dank dieser Schritte dürfte der derzeitige Erholungstrend im zweiten Halbjahr anhalten, sagte Sixt. "Ich bin für das Jahr 2009 grundsätzlich optimistisch und erwarte nach wie vor einen deutlichen Jahresüberschuss." Für eine generelle Entwarnung sei es allerdings zu früh, warnte der Unternehmer. "Ich glaube nicht, dass die Rezession so schnell vorbeigeht." Sixt werde seine Flotte im zweiten Halbjahr daher nochmals in derselben Größenordnung wie in den ersten sechs Monaten verkleinern, um sie der gesunkenen Nachfrage anzupassen. Sixt hatte die Zahl seiner Fahrzeuge zwischen Januar und Ende Juni in Europa um sechs Prozent auf knapp 68.000 reduziert (wir berichteten). (dpa)
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(Foto: Joerg Koch/ddp)
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