Samstag, 26.05.2012
07.09.2009
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Ende der Abwrackprämie

Skoda fürchtet um Arbeitsplätze

Skoda sieht im Zusammenhang mit dem Auslaufen der deutschen Abwrackprämie bis zu 2.500 Arbeitsplätze gefährdet. Die VW-Tochter gehe davon aus, in näherer Zukunft deutlich weniger Autos als zuletzt zu produzieren, sagte Skoda-Vorstandsmitglied Holger Kintscher der Prager Wirtschaftszeitung "Hospodarske noviny" (Montagausgabe). "Im ersten Halbjahr hat besonders die deutsche Abwrackprämie unseren Absatz gesteigert", sagte Kintscher: "Mit dem Ende der Abwrackprämien erwarten wir, dass die Nachfrage nach dem Fabia sinken wird." Er rechne damit, die Produktion des Massenmodells bis zu einem Drittel herunterfahren zu müssen. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer ging in einer Studie zuletzt von rund 76.000 durch die Umweltprämie zusätzlich verkauften Skodas in Deutschland aus. Verhandlungen mit den Gewerkschaften hätten bereits begonnen, sagte Kintscher. Ihm zufolge sollen zunächst befristete Verträge von Zeit- und Leiharbeitern nicht verlängert werden. Es stünden aber auch 500 Stammarbeitsplätze auf der Kippe, sagte Gewerkschaftsführer Jaroslav Povsik. Skoda mit Hauptsitz im mittelböhmischen Mlada Boleslav beschäftigt derzeit rund 29.000 Menschen weltweit, das Gros davon in Tschechien. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. September 2009 12:38
Katja Grieb meint:
Lieber Herr Banach,

grundsätzlich teile ich Ihre Philosopie, lieber Fahrzeuge zu verkaufen als Preise feilzubieten. Und auch die Dudenhöffer-Prognose empfinde ich als öffentliche Aussage mehr als katastrophal für unsere Branche.
Solange es jedoch Hersteller-Prämien gibt und diese auch noch öffentlich publiziert werden, sowohl von den Vertretern in den Autohäusern als auch direkt durch die Hersteller in den Medien, bleibt wohl kaum eine Chance, als mitzuziehen. Wobei betriebsinterne Margen bei uns strikt eingehalten werden und kein Jahresbonuspoker stattfindet. Wenn es keine Prämien mehr gibt, wird man auch wieder zu einem vernünftigen Verkaufsgespräch kommen. Momentan kann jedoch keiner so vermessen sein und glauben, der Kunde schläft noch auf dem Baum und man hat die Rabattzügel fest in der Hand. Heute ist der Kunde bestens informiert und weiß, was sein Fabrikat bietet. Wenn man nun dieses Wissen dazu nutzt, Lieferengpässe bei Kleinwagen mit Lagerwagenlieferungen einer Klasse höher zu kompensieren, bei vernünftigen Bruttoerträgen, so halte ich das schon für eine betriebswirtschaftlich vernünftige Sichtweise. Mein Verkaufsteam hat damit einen sehr guten Job gemacht und dabei selbst auch gutes Geld verdient.


08. September 2009 10:07
Jörg-Uwe Banach meint:
Liebe Frau Grieb,

wie wäre es, wenn Sie versuchen würden, mal Autos zu verkaufen, anstatt nur Preise feilzubieten? Wenn ich lese, dass Sie anstatt des Ibiza den Leon verkaufen, weil er preislich gleich ist, was machen Sie denn, wenn es gar keine Herstellerprämien mehr gibt?
Fakt ist, dass Sie mit dieser Verkaufsstrategie den Dudenhöfer'schen Prognosen nachlaufen und diesem *** damit Recht geben. Gehen Sie den anderen Weg! Verkaufen Sie Autos! Damit schaffen Sie zufriedenere Kunden, bessere Erträge und auch zufriedenere Mitarbeiter!


07. September 2009 14:50
Katja Grieb meint:
Jetzt, nach Auslauf der Abwrackprämie, wird speziell der Skoda Fabia richtig einbrechen. Die Nachfragen sind schon jetzt auf ein Minimum zurückgegangen. Allerdings ist zu beobachten, dass das Tagesgeschäft mehr in Richtung der Klasse 2 Fahrzeuge, also die Familie Golf, Leon und Octavia, geht. Statt auf den Einbruch des Fabia zu reagieren, sollte man sehen, dass man in Richtung dieser Fahrzeuge durch Prämien agiert. In unserem Seat-Haus bieten wir den Leon fast zum Preise des Ibiza mit großen Erfolg an, das sollte doch wohl auch bei Skoda zu machen sein.
Außerdem passt diese Strategie wohl zu der Dudenhöffer-Prognose, dass die Hersteller mit 25 Prozent Nachlass kommen werden und teilweise ja schon da sind. Auch wenn diese Preisdumping-Geschäfte nicht nur keinen Spaß machen, sondern unsere Kundschaft auch zu Smartshoppern macht, ohne die Qualität des Hauses und des Services zu würdigen.

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