Dienstag, 07.02.2012
16.03.2010
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ACEA

Sorgen um Autokonjunktur in Europa

Noch wird der europäische Automarkt durch nationale Abwrackprämien künstlich beamtet – das Ende der Sonderkonjunktur in Deutschland sorgt aber bereits für spürbare Absatzdellen. Im Vergleich zum äußerst schwachen Februar 2009 legte die Zahl der Neuzulassungen in den EU- und EFTA-Ländern nur um 3,2 Prozent auf etwas mehr als eine Million zu, wie der europäische Verband der Automobilhersteller ACEA am Dienstag in Brüssel mitteilte. In den ersten beiden Monaten des Jahres stiegen die Verkäufe um 8,1 Prozent auf knapp 2,09 Millionen Neuwagen. Laut Verband war der Februar-Absatz der niedrigste Wert seit dem Ferienmonat August. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr war zudem so niedrig wie seit Juni 2009 nicht mehr. Die meisten europäischen Regierungen hatten im vergangenen Jahr den Absatz von Autos mit Prämien angekurbelt. In Deutschland waren die Mittel für das Programm im September aufgebraucht. Daraufhin sank der Absatz im Februar im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent auf 194.846 (wir berichteten). Der westeuropäische Markt wuchs im Februar um fünf Prozent auf rund 949.000 Autos, ohne Deutschland sogar um ein Fünftel. In wichtigen Ländern wie Frankreich, Italien und Großbritannien wurden Neuwagenkäufe auch im Februar 2010 noch mit bis zu 5.000 Euro vom Staat subventioniert. Davon profitierte der Absatz in allen drei Ländern auch zuletzt noch. In Italien wurden wie schon im Vormonat mehr Autos verkauft als in Deutschland. Dort stieg der Absatz im Februar um rund ein Fünftel auf 200.560. In Frankreich, wo der Pkw-Markt noch bis Ende des Jahres gestützt wird, kletterten die Neuzulassungen um 18 Prozent auf 180.535 Stück zu. Schlechte Geschäfte in Russland In den neuen EU-Ländern gingen die Neuwagenkäufe im Februar dagegen um 22 Prozent zurück, im bisherigen Jahresverlauf um 23 Prozent. In Russland blieb die Nachfrage schwach – der Absatz sank um fast 32 Prozent auf knapp 92.000 fabrikneue Pkw. Seit Anfang März soll eine Abwrackprämie die Nachfrage beleben – allerdings nur nach in Russland gefertigten Neuwagen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: PSA holt auf – Rückrufe verhageln Toyota-Bilanz

 
 

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