Samstag, 26.05.2012
23.06.2010
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Umfrage

Sprit-Schmerzgrenze bei vielen Autofahrern erreicht

Die große Mehrheit der Autofahrer in Deutschland kann der Forderung aus der Politik, durch eine deutliche Erhöhung der Spritpreise mehr Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen, nichts abgewinnen. Laut einer Umfrage der Marktforschungsgesellschaft Tema-Q sprechen sich 86 Prozent dagegen aus. Zwar sei die Zustimmung bei jüngeren Personen und in den Städten etwas größer, dennoch seien auch dort die Gegner einer weiteren Preiserhöhung eindeutig in der Überzahl, hieß es. Selbst bei Befragten ohne Auto finde die Forderung nur wenige Anhänger.

38 Prozent der befragten Autofahrer gaben an, dass sie aufgrund von weiteren Preissteigerungen an der Zapfsäule ihren Wagen häufiger stehen lassen würden. Weitere 13 Prozent würden zwar gerne auf das Auto verzichten, haben allerdings keine echte Alternative dazu. Besonders ältere, nicht mehr berufstätige Menschen und Stadtbewohner mit einem größeren Angebot an Verkehrsmitteln würden eher von einer Fahrt mit dem eigenen Auto Abstand nehmen.

Laut den Marktforschern existiert zwar ein Zusammenhang zwischen den Spritpreisen und dem Fahrverhalten, der Effekt ist aber vergleichsweise gering. Während sich der Preis für einen Liter Super seit 1990 mehr als verdoppelt habe, sei die Fahrleistung pro Pkw und Jahr nur um ca. zehn Prozent zurückgegangen. Einen Grund für den geringen Einfluss sehen die Experten im Mangel an Alternativen. 77 Prozent der Befragten sagten aus, dass ein Umstieg für sie auf öffentliche Verkehrsmittel nicht in Frage kommt bzw. nicht möglich ist. Tema-Q befragte für die Studie 1.400 repräsentativ ausgewählte Autofahrer und Nichtautofahrer aus dem Bundesgebiet. (rp)

Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. Juni 2010 12:22
Franco Francia meint:
Der Autofahrer möge sich bewußt machen, dass er kein Umweltschwein ist!

Mit dem "Umweltbewußtsein" kann die Politik doch spätestens seit Ende April und dem Bohrinseldesaster keinen Autofahrer mehr hinter dem Ofen vorlocken. Das Thema ist durch.

Deshalb kann ich der Regierung nur eine sofortige, komplette Entlastung aller Fahrzeugeigner (Bestand: über 40 Mio.) von der KFZ-Steuer empfehlen. Dann wird sich sowohl das Neu- und Gebrauchtwagengeschäft als auch das Servicegeschäft wieder stabilisieren. Arbeitsplätze werden geschaffen und Steuereinnahmen fließen. Politik für Menschen kann so einfach sein.


23. Juni 2010 18:36
Dieter M. Hölzel meint:
Und der Staat, als größter Profiteur, zockt mit jeder Ölmultiabzocke
kräftig mit. Diese " Herrschaften " haben ein gemeinsames Interesse
das Volk auszubeuten. Haben wir vor einigen Tagen noch gehört, dass
der Staat 80 Mrd. Schulden macht, sind es nur einen Tag später "bloß"
noch 60 Mrd.! Rote Karte für beide !!! Von diesen Leuten zahlt keiner
auch nur einen Liter Treibstoff, das tun wir, die Steuerzahler. Ist das nicht alles pervers ???


23. Juni 2010 12:45
Tom Meier meint:
Natürlich ist kein Autofahrer dafür, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht und der Gang zur Tankstelle besonders schmerzt.
Allerdings muss ich mich täglich fragen, ob die Spritpreis noch nicht hoch genug sind, um spritsparend Auto zu fahren. Anscheinend nicht, mit 120km/h wird man nur überholt, von Kleinwagen, Sprinter und natürlich vom TDI Club mit Tankkarte. Letztere natürlich auch noch mit dichtem Auffahren bei hohen Geschwindigkeiten.
Solange man so ein Verhalten täglich beobachten kann (und dies über die breite Masse) und alle sich gegen ein 130 Limit aussprechen können die Preise für Kraftstoff noch nicht an der Schmerzgrenze angelangt sein.

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