27.12.2012
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SsangYong Deutschland
Ulrich Mehling
 

Mehling: "Wir haben immer das eingehalten, was wir versprochen haben."

"Gesamtpaket entlastet Händler"

SsangYong Deutschland kann die aktuelle Kritik des Händlerverbandes an der neuen Jahresvereinbarung nicht nachvollziehen. Zwar habe es Änderungen bei der Vorführwagenhaltung und den IT-Kosten gegeben, das Gesamtpaket entlaste aber den Händler liquiditätsmäßig, sagte Geschäftsführer Ulrich Mehling am Donnerstag im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Wie berichtet, hat der Importeur für 2013 die Zahl der Vorführwagen auf zwei verdoppelt. Das geht dem Händlerverband gegen den Strich, der zu hohe finanzielle Belastungen für die aktuell rund 100 SsangYong-Betriebe befürchtet.

Mehling begründete die Erhöhung mit der Einführung des neuen Rodius und des überarbeiteten Rexton im kommenden Jahr. Damit umfasst die SsangYong-Palette dann vier Modelle. "Mindestanforderung bei den Vorführwagen sind künftig ein Korando und eines der anderen drei Modelle", sagte er. Nur über Vorführwagen könne der Kunde an die Marke herangeführt und davon überzeugt werden. Außerdem seien die Fahrzeuge jetzt auf ein Jahr finanzierbar – bisher mussten die Händler sie binnen vier Monaten voll abzahlen. Gleichzeitig steige die maximale Haltedauer von neun auf zwölf Monate.

Mit Blick auf die stufenweise Anpassung der Softwarekosten erklärte Mehling: "Es ist richtig, dass die Händler für Kommunikationssysteme 2013 100 statt 85 Euro pro Nutzer zahlen müssen." Im Gegenzug habe der Importeur die Trainingskosten reduziert. So würden für technische Schulungen 150 statt 200 Euro pro Tag berechnet. "Die Änderungen stoßen durchaus auf Akzeptanz, was die ersten Rückläufer auf den neuen Jahresanhang belegen", betonte Mehling. Einen Aufschrei in der Händlerschaft habe er bislang nicht vernommen.

Enttäuscht zeigte sich Mehling vom Verhalten des Partnerverbandes, der mit seiner Kritik zuerst den Weg über die Presse gesucht habe. "Wir haben dem Verband vor Weihnachten eine Telefonkonferenz oder ein Treffen angeboten. Dies wurde aber abgelehnt." Der Manager zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass es im Januar zu einem Gespräch und auch zu einer Lösung kommen könne. Er unterstrich: "Wir haben immer das eingehalten, was wir versprochen haben."

In der Kfz-Branche gilt der Einstieg bei SsangYong als vergleichsweise niedrig. Das Invest für Händler liegt zwischen 5.000 und 6.000 Euro. Kriterien für einen Händlervertrag sind ein Ausstellungsraum, Werkstatt, Hebebühne, Tester und qualifiziertes Personal. Zum Start sollen zwei Neuwagen bestellt werden. Die Konditionen sehen 15 Prozent Grundmarge und bis zu drei Prozent Volumenbonus vor. Verkaufsförderung, Unterstützung im Marketing und Aftersales, Außendienstbetreuung sowie Garantie- und Gewährleistungsabwicklung kommen hinzu.

Jedes Jahr ein neues Modell

In diesem Jahr werde SsangYong auf 650 bis 700 Neuzulassungen in Deutschland kommen, sagte Mehling weiter. Wachstumschancen für Marke und Händler sieht er darin, "dass wir jedes Jahr mit einem neuen Produkt auf den Markt kommen werden". Nach dem Rodius, der seine Weltpremiere Anfang März auf dem Genfer Autosalon feiert, folgt 2014 ein kleines SUV und 2015 der komplett neue Rexton. Der südkoreanische Hersteller ist seit 1954 mit Geländewagen präsent und will in diesem Bereich auch bleiben. (rp)

 
 
 
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