Der in Finanznot geratene südkoreanische Autohersteller Ssangyong Motor will knapp 2.650 Beschäftigte und damit mehr als ein Drittel der Belegschaft entlassen. Außerdem sollen die Löhne gekürzt und Immobilien in Firmenbesitz verkauft werden, um Geld zu beschaffen. Dies kündigte der unter Gläubigerschutz stehende Geländewagenspezialist, an dem die chinesische Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) mit 51 Prozent beteiligt ist, am Mittwoch an. Die geplanten Entlassungen sind Teil eines Rettungsplans, den der kleinste der fünf südkoreanischen Autobauer vorlegen muss, um eine Auflösung des Unternehmens zu verhindern. Im ersten Quartal brach der Absatz im Jahresvergleich um 76 Prozent auf 6.471 Fahrzeuge ein. 2008 war der Absatz um fast 30 Prozent auf 92.665 Autos zurückgegangen. Ssangyong erwartet nach eigene Angaben für dieses Jahr einen operativen Verlust von 142,5 Milliarden Won (etwa 80,7 Millionen Euro) nach 227,4 Milliarden Won Verlust im vergangenen Jahr. Mit dem Stellenabbau könnten jährlich 232 Milliarden Won eingespart werden. Die Betriebsgewerkschaft kündigte Widerstand an. Das Zentralbezirksgericht in Seoul hatte im Februar den Antrag Ssangyongs auf Schutz vor seinen Gläubigern angenommen. Mit der Entscheidung verlor SAIC die Managementkontrolle über das Unternehmen. Sollten sich die Sanierungspläne aus Sicht des Gerichts jedoch als unzureichend erweisen, verliert Ssangyong den Gläubigerschutz, was wiederum zur Liquidation führen könnte. (dpa)
Rettungskonzept: Ssangyong plant Massenentlassungen
Um Geld zu beschaffen, will der südkoreanische Autohersteller knapp 2.650 Beschäftigte vor die Tür setzen, Löhne kürzen und Immobilien verkaufen. Die Maßnahmen sollen das Unternehmen vor der Liquidation retten.