US-Autokrise: Staat pumpt erneut Milliarden in GM

25.05.2009 02:41 Uhr
Für den Zeitraum nach dem 1. Juni erwartet GM noch einen Kapitalbedarf von 7,6 Milliarden Dollar.
© Foto: General Motors

Der wankende US-Autoriese erhält weitere vier Milliarden Dollar von der Obama-Administration. Damit flossen bereits staatliche Hilfen in Höhe von knapp 20 Milliarden Dollar an die Opel-Mutter.

General Motors (GM) erhält weitere vier Milliarden Dollar vom Staat. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Damit hat die Opel-Mutter bereits 19,4 Milliarden Dollar Hilfen von der US-Regierung erhalten. Noch vor kurzem hatte GM einen Bedarf von 2,6 Milliarden Dollar noch vor dem 1. Juni angekündigt. Nun seien jedoch weitere Hilfen in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar nötig geworden, hieß es. Dafür verringere sich der erwartete Bedarf für den Zeitraum nach dem 1. Juni von ursprünglich neun auf 7,6 Milliarden Dollar. Die Regierung in Washington hat dem Unternehmen bis Ende des Monats eine Frist gesetzt, ein tragfähiges Unternehmenskonzept vorzulegen und sich mit den Gläubigern über eine Schuldenregelung zu einigen. Ansonsten droht die Insolvenz. Sie wäre der letzte mögliche Sanierungsweg mit massiven Folgen für die deutsche Tochter Opel. Am Donnerstag hatte sich GM bereits mit den Gewerkschaften über milliardenschwere Forderungen im Zusammenhang mit dem Gesundheitsfonds für Betriebsrentner geeinigt. Auch bei den Lohnkosten gab es Zugeständnisse (wir berichteten). (dpa)

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KOMMENTARE

Striker

25.05.2009 - 13:40 Uhr

So langsam wird das Weiterleben teurer als der Tod. Allerdings reden wir von einem Luxusbegräbnis: 20 Mrd. plus schon angekündigte weitere 7,6 Mrd. Und das alles nur, um den Ist-Zustand zu verlängern. Da sínd noch keine Gelder zum wirklichen Überleben dabei, für Massenentlassungen, Werksschließungen, Neuentwicklungen usw. Mir stellt sich dann schon die nächste Frage: Wie wollen die das jemals zurückzahlen? Zumal wir hier immer nur von den Geldern hören, die der Staat reinschießt. GM ist ja auch noch bei Geschäftsbanken verschuldet. Ich glaube, solche Art von Rechnungen kann man nur aufmachen, wenn man angestellter Manager in einem Riesenkonzern ist.


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