Der starke Yen und ein schlechtes Leasinggeschäft in Nordamerika machen Nissan schwer zu schaffen. Der Gewinn brach in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 43 Prozent auf 52,8 Milliarden Yen (315 Millionen Euro) ein. Der Umsatz schrumpfte um rund vier Prozent auf 2,35 Billionen Yen, teilte die Nissan Motor Corporation am Freitag in Tokio mitteilte. Der Absatz stieg hingegen um knapp sieben Prozent auf 936.000 Wagen. Dafür sorgten vor allem knapp 24 Prozent mehr verkaufte Autos in Regionen wie Südamerika und Osteuropa, während der Absatz in den USA und Japan sank. Die Stärke der japanischen Währung habe das Ergebnis um 54,7 Milliarden Yen gedrückt und Rückstellungen im Zusammenhang mit Leasinggeschäften in den USA und Kanada um weitere 42 Milliarden Yen. Die einst lukrativen Leasing-Finanzierungen haben sich in Nordamerika mit dem Einbruch des dortigen Automarktes zu einem Verlustbringer entwickelt. Konkurrent Chrysler stieg bereits aus dem Geschäft aus. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der drittgrößte japanische Autobauer. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem Gewinn von 340 Milliarden Yen und einem operativen Ergebnis von 550 Milliarden Yen. (dpa)
Nissan: Starker Yen und US-Leasinggeschäft drücken Gewinn
Der Überschuss des drittgrößten japanischen Autobauer brach im ersten Geschäftsquartal um 43 Prozent ein. Rückläufig war auch der Umsatz. Dagegen zogen die Verkäufe um sieben Prozent auf 936.000 Wagen an.