25. März 2008 10:04
Fritzchen meint:
Es macht sicherlich Sinn den Damen und Herren von "Finanztest" einmal klar zu machen welche "Position" der Verkaufsberater im Rahmen einer Finanzierung hat. Nach meinem Wissen ist er lediglich "Erfüllungsgehilfe". Und was macht der "Erfüllungsgehilfe"? Richtig er erfüllt die von den Banken vorgegebenen Richtlinien (Formblätter), führt eine "Identifizierung" des Kunden durch und sammelt die notwendigen Unterlagen. Eine Bewertung der Finanzierung nimmt er nicht vor. Eine Entscheidung für oder gegen die Finanzierung nimmt er nicht vor. Das macht alles die Bank. Ist hier nicht letztendlich die Bank zu kritisieren? Wenn die Bank die Schuhgröße ihrer Kunden abfragt bekommt sie die. Wird nicht abgefragt gibt es keine Antwort auf die Frage. Mir entsteht so langsam der Eindruck daß hier mal wieder das falsche Schwein geschlachtet wurde. Aber macht ja nichts, der Schwächste muß immer daran glauben. Viel Sorgen bereitet eher die Tatsache daß Sixt beim Leasing immer die Nase vorn hatte...
25. März 2008 08:20
Stefan Ott meint:
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
Sie posten hier einige Male das Sie hier nur die Meinung der Tester wiedergeben. Durch das gezielte Veröffentlichen bestimmter Meinungen wirken auch Sie meinungsbildend. Zu viele sog. Manager und Geschäftsführer ohne Ahnung vom operativen Geschäft lesen Ihre Zeitung und wundern sich warum Ihre Verkäufer so schlecht sind. (Dabei verkaufen viele langjährige Verkäufer immer noch konstante Stückzahlen) Die Reaktion sind neue Provisionssysteme (bei denen zu oft der Verkäufer nach dem Kundenmeinungsspiegel provisioniert wird), kurzsichitige Ersatzhandlungen und noch einiges mehr.
Wo bleibt IHRE Meinung?
Redaktion: Sehr geehrter Herr Ott,
als Online-Nachrichtendienst liegt es uns natürlich fern, "gezielt" Informationen zu publizieren, denn das würde bedeuten, die Veröffentlichung einer Nachricht von unserer Meinung abhängig zu machen (sofern es überhaupt so etwas wie eine "Redaktionsmeinung" gibt). Genau das wollen wir aber vermeiden!
Vielmehr sehen wir unsere Aufgabe darin, brisante – mitunter unangenehme – Themen aufzugreifen und darüber neutral zu berichten, auch vor dem Hintergrund, unsere Leser nicht unvorbereitet zu lassen, wenn sie von ihren Kunden mit solchen Tests konfrontiert werden. Denn außer uns berichten natürlich noch viele andere Medien darüber, teilweise in einem wenig sachlichen Stil.
In der Tat wirken wir damit meinungsbildend (nicht bevormundend!), wie die zahlreichen Reaktionen unten beweisen. Und eines wird dabei deutlich: Ein Großteil der Leser teilt offenbar Ihre Meinung und weiß den Test richtig einzuschätzen. Trotzdem entsteht der Eindruck, dass es zu diesem Thema Gesprächsbedarf gibt, wofür wir nun (wieder) eine Plattform zur Verfügung stellen. Deswegen werden wir sicher auch künftig kontroverse Themen veröffentlichen, in der Hoffnung, dass Sie und viele weitere Leser unsere Kommentarfunktion weiter rege nutzen. Und natürlich bleiben wir auch in dieser Sache am Ball - auch kommentierend wie z.B. im wöchentlichen Blog unseres Herausgebers!
23. März 2008 01:05
Marc S. meint:
Sicher gibt zuhauf nervige Kunden, aber eines ist mir bei allen den Kommentaren aufgefallen:
Wieso darf bei einer KFZ-Finanzierung nicht nach den fnaziellen Verhältnissen eines Kunden gefragt werden?
Wenn ich z.B. zur Sparkasse gehe und einen €20000-Kredit aufnehmen möchte, werde ich doch auch nach meinen finanziellen Möglichkeiten, d.h. monatlichen Einkünften und Verpflichtungen gefragt!
Wieso sollte das bei einem KFZ-Kredit denn bittesehr anders sein?
Es ist doch allemal fairer, dem Kunden aufzuzeigen, was er sich leisten kann - und was eben nicht.
Vielleicht wird es dann nur ein Polo und nicht der erträumte R32 - aber ganz sicher ist der Kunde nicht schon bei Abschluß des Vertrages "platt wie eine Zeitung". Muss denn als Verkäufer stets "die Hose passend" gemacht werden? Ganz egal, ob der Kunde sich das Traumvehikel leisten kann oder nicht?
Die Tricks sind doch immer die gleichen: Der Verkäufer gibt in der Kreditanfrage dann statt der Warm- die Kaltmiete an oder noch besser: Der Kunde zahlt angeblich gar keine Miete und hat Haus- oder Wohnungseigentum.
Auch beliebt: Die Scheinanzahlung, dann wird mal eben statt dem Auszeichnungspreis die UPE genommen. Und schwupps, der Kunden hat plötzlich (rein fiktiv) doch Geld auf den Tisch geblättert.
Macht ja alles nix - Banken wie Santander werden am Laufzeitende doch sicher die aufgelaufene Überfinanzierung wieder mit reinpacken und am Ende hat der Kunde Schulden, als würde er einen Bugatti Veyron fahren - in Wirklichkeit hat er aber nur einen VW Fox unter´m Hintern.
Das alles ist KFZ-Verkäufer-Realität in Deutschland!
Sicherlich gibt es auch genügend Ausnahmen aber das hier mehrfach gejammerte "Der Kunde wird´s schon wissen" stimmt mich nachdenklich...
Denn Beratung gehört sehr wohl zum Geschäft, das hat mir in meinen 15 Jahren im KFZ-Vertrieb sehr, sehr viel geholfen und meinem Verkaufsteam auch.
Und man soll´s kaum glauben: Aber ehrlich fährt tatsächlich am längsten. Im wahrsten Sinne des Wortes.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!