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Bundeskanzlerin Merkel: "Alles Gute muss auch einmal ein Ende haben."
Reaktionen
Stimmen zum Prämien-Abpfiff
Das Auslaufen der staatlichen Umweltprämie hat am Mittwoch unterschiedliche Reaktionen bei Politikern, Experten und Funktionären hervorgerufen. Die prägnantesten Äußerungen: "Wir haben Milliarden Euro investiert, (...) das hat uns insgesamt nach vorn gebracht, aber alles Gute muss auch einmal ein Ende haben." – Angela Merkel (Bundeskanzlerin, CDU) "Rund 200.000 hoch gefährdete Arbeitsplätze in Deutschland sind mit Hilfe der Abwrackprämie gehalten worden. Man muss darauf vertrauen, dass die Weltkonjunktur in den kommenden Monaten anspringt." – Frank-Walter Steinmeier (Vizekanzler, SPD) "Die Krise im Fahrzeugbau wird schlimmer, sie ist mitnichten überwunden." – Jürgen Trittin (Grünen-Spitzenkandidat) "Es gibt Autohändler, die eine Verlängerung der Prämie gefordert haben. Ich werde jedoch nicht in Berlin vorstellig werden, um dies von der Bundesregierung zu verlangen. Es ist immer klar gewesen, dass solche konjunkturellen Maßnahmen zeitlich befristet sein müssen." – Bertold Huber (IG Metall-Chef) "Aus dem Prämientopf ist ein Prämienfass geworden, und nun ist auch das Fass leer." – Robert Rademacher (ZDK-Präsident) "Mit der Ausschöpfung des Fördertopfs wird die Neuwagen-Nachfrage deutlich sinken. Ich gehe allerdings davon aus, dass der Rückgang angesichts der ausgesprochen hohen Zahl von erstmaligen Neuwagen-Käufern moderater ausfallen kann als noch im Frühjahr erwartet worden ist." – Volker Lange (Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller) "Die Autohändler leiten ab September eine neue Rabattschlacht im Automarkt ein – diesmal eben ohne Staatszuschuss" – Ferdinand Dudenhöffer (Center Automotive Research, Universität Duisburg-Essen) "Wir können im Handel bis zu 6.500 Betriebe verlieren. Wenn man davon ausgeht, dass ein Händler im Durchschnitt 14 Mitarbeiter hat, so kommen wir glattweg auf 90.000 Personen, die jedenfalls nicht einen sicheren Arbeitsplatz haben" – Wolfgang Meinig (Forschungsinstitut Automobilwirtschaft) "Die Abwrackprämie war vor allem ein Konjunkturprogramm für die internationale Autoindustrie. Die deutschen Hersteller haben davon kaum profitiert, und das zu Recht. (...) Dem Jubel der Autobranche wird nun der Katzenjammer folgen. Ab heute wird in den Autohäusern gähnende Leere herrschen." – Michael Gehrmann (VCD-Bundesvorsitzender) (rp/dpa)
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(Foto: ddp / Marcus Brandt)
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